Radprofis 2025Die interessantesten Fahrer der letzten Saison

TOUR Online

 · 25.12.2025

Ben Healy
Foto: dpa/pa/Roth
Welche Rennfahrer sind neben Seriensieger Tadej Pogačar und Aufsteiger Isaac del Toro im abgelaufenen Radsportjahr aufgefallen? TOUR hat eine Auswahl getroffen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Entertainer: Ben Healy

Entertainer: Ben HealyFoto: dpa/pa/RothEntertainer: Ben Healy

Radrennen bieten allerhand Potenzial für stundenlange Langeweile, wenn nicht Rennfahrer dagegen ankämpfen würden. Unser Entertainer des Jahres: Ben Healy. Der Ire, Jahrgang 2000, hat die Saison mit seinem offensiven Fahrstil und seinem Kampfgeist geprägt. Bei der Baskenland-Rundfahrt legte er ein 56-Kilometer-Solo zum Etappensieg hin, fuhr bei Lüttich-Bastogne-Lüttich aufs Podium, gewann bei der Tour eine Etappe, schnappte sich vorübergehend das Gelbe Trikot und holte WM-Bronze. Alles höchst unterhaltsam.

Newcomer II: Paul Seixas

Newcomer II: Paul SeixasFoto: Getty Images/Jean CatuffeNewcomer II: Paul Seixas

In Frankreich überschlagen sie sich vor Begeisterung. Paul Seixas ist gerade erst 19, aber in seiner Heimat sind sie überzeugt: Er hat das Zeug zum kommenden Sieger der Tour de France. Viele seiner Landsmänner sind an dieser Erwartung zuletzt gescheitert. Mit EM-Bronze auf einem anspruchsvollen Parcours bewies der Teenager vom Team Decathlon immerhin, dass er schon weit ist.

Neustart: Juan Ayuso

Neustart: Juan AyusoFoto: Getty Images/LUCA BETTININeustart: Juan Ayuso
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Viele hochveranlagte Radsportler erliegen dem Lockruf des Geldes aus den Emiraten. So auch Juan Ayuso, der schon als Teenager Großes versprach, beim Top-Team UAE unterschrieb und als 19-Jähriger die Spanien-Rundfahrt als Dritter beschloss. Doch das Schattendasein an der Seite von Tadej Pogačar behagte ihm nicht. Helferdienste verweigerte er sichtbar, suchte den eigenen Erfolg. Nun kam es bei der Vuelta zum Bruch: Mit viel Getöse trennten sich die Partner während des Rennens. Ayuso zeigte mit zwei Etappensiegen sein Talent und zog, nun 24-jährig, zum neuen Arbeitgeber Lidl-Trek weiter.

Kämpfertyp: Nico Denz

Kämpfertyp: Nico DenzFoto: Getty Images/Tiziano BallabioKämpfertyp: Nico Denz

Nico Denz steht mit seiner Karriere sinnbildlich für den nicht seltenen Rollentausch im Profiradsport. Sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe schickte den 31-Jährigen zum Giro d’Italia, damit er sich im Dienst von Kapitän Primož Roglič die Lunge aus dem Hals fährt. Als sich die Chance bot, gewann er eine Etappe – und rette die Bilanz seines Teams. Ein Siegertyp, wenn sich die Chance ergibt.

Meisterlich: Georg Zimmermann

Meisterlich: Georg ZimmermannFoto: Getty Images/Christian Kaspar-BartkeMeisterlich: Georg Zimmermann

Georg Zimmermann ist ein reflektierter Radprofi. Er weiß, was er kann und was nicht. Der 28-jährige Augsburger hat sich drei große Ziele für seine Karriere gesetzt. Er will bei Olympischen Spielen dabei sein, eine Tour-Etappe gewinnen und Deutscher Meister werden. Letzteres hat er 2025 erreicht. Jeder kann es sehen: bis nächsten Sommer darf er das schwarz-rot-goldene Meistertrikot tragen.

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