Andreas Kublik
· 02.01.2026
In der Saison 2026 fahren zwei Weltklasse-Teams bei den Frauen unter deutscher Flagge - trotz der Auflösung des Ceratizit Pro Cycling Teams in der abgelaufenen Saison. Neben Canyon//SRAM zondacrypto fährt auch Lidl-Trek künftig mit heimischer Lizenz in der Women’s World-Tour.
Insgesamt 14 Rennställe erhielten die Startberechtigung für die World-Tour-Serie der Frauen in der Saison 2026. Neu dabei ist das US-Team EF Education-Oatly um Olympiasiegerin Kristen Faulkner. Die Mannschaft fuhr bisher mit einer zweitklassigen Pro-Lizenz. Die Zahl der Teams in der Women’s World-Tour verringerte sich von 15 und 14. Neben dem deutschen Rennstall Ceratizit fehlt auch Roland Le Dévoluy aus der Schweiz. Dennoch fahren auch in der kommenden Saison zwei Teams unter deutscher Flagge. Neben Canyon//SRAM zondacrypto um Tour-de-France-Siegerin von 2024, Kasia Niewiadoma, hat auch Lidl-Trek seine Startlizenz neuerdings in Deutschland gelöst. Im vergangenen Jahr hatte die Lebensmittelkette Lidl die Mehrheit des Rennstalls übernommen und will einen Teil der Teamorganisation an den Firmensitz im baden-württembergischen Bad Wimpfen umsiedeln.
Der Rennstall verstärkte sich zur neuen Saison auch mit der Tour-de-France-Etappensiegerin Ricarda Bauernfeind aus Eichstätt. Die stärkste Equipe dürfte neben Visma-Lease a bike aus den Niederlanden (mit Tour-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot und Marianne Vos) der französische Rennstall FDJ-SUEZ um die Niederländerin Demi Vollering sein. Dorthin wechselte die Deutsche Franziska Koch, die bisher bei Picnic-PostNL unter Vertrag stand. Ihr bisheriger Rennstall erhielt als einziger die Lizenz nicht für die kommenden drei Jahre, sondern vorläufig nur für die Saison 2026. Für eine Verlängerung der Startberechtigung müssen laut Pressemitteilung des Radsport-Weltverbands UCI finanzielle Kriterien erneut geprüft werden. Die 14 Top-Teams haben bei den wichtigsten Rennen wie der Tour de France Femmes einen sicheren Startplatz.
*in Klammern: Team- und Länderkürzel