Leon Weidner
· 10.02.2026
Nach acht Jahren intensiver Zusammenarbeit trennen sich die Wege von Performance Coach Tim Heemskerk und dem Team Visma | Lease a Bike. Wie das niederländische WorldTour-Team bekannt gab, verlässt der langjährige Leistungscoach das Team mit sofortiger Wirkung. Heemskerk war Teil des Performance-Stabs unter der Leitung von Mathieu Heijboer und hatte maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Trainingsphilosophie des Teams sowie an zahlreichen sportlichen Erfolgen. In seiner Erklärung zum Abschied betonte Heemskerk persönliche Gründe für seine Entscheidung: "In der letzten Zeit habe ich gemerkt, dass es mir schwerfiel, meine Kreativität und Leidenschaft, die mir in meiner Arbeit als Coach wichtig sind, weiterhin einzubringen. Das war für mich der Moment, ehrlich zu mir selbst und zum Team zu sein." Der Niederländer blickt mit Stolz auf die gemeinsame Zeit zurück und hebt besonders die Entwicklung des Teams, seiner selbst und der Fahrer hervor, darunter auch Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard, mit dem er eng zusammenarbeitete. Heemskerk kündigte an, sich zunächst eine Auszeit zu nehmen, um über seine Zukunft nachzudenken. Die Fahrer, die bisher unter seiner Betreuung standen, werden anderen Leistungscoaches innerhalb des Teams zugewiesen.
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Der überraschende Weggang des Trainers von Jonas Vingegaard ist 2026 nicht sein erster Rückschlag, den der Däne verkraften muss. Bei einem leichten Trainingssturz blieb Vingegaard zwar ohne schwerwiegende Folgen, sein Team wies im Anschluss daran jedoch darauf hin, dass Fans den Fahrern doch bitte die größtmögliche Freiheit für ihr Training geben sollten. Nach seinem Sturz wurde der Topfahrer kurz darauf auch noch krank. In der Folge musste er seinen geplanten Start bei der UAE Tour absagen. Zusammen mit dem kurzfristigen Weggang von Performance Coach Tim Heemskerk häufen sich damit schon früh in der Saison 2026 die Unwägbarkeiten rund um seine Vorbereitung – kein besonders gelungener Start ins Jahr 2026 für den Tour-de-France-Sieger, der in den kommenden Wochen nun umso mehr Stabilität in Training, Betreuung und Aufbau braucht.
Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.