Sebastian Lindner
· 21.01.2026
Nach knapp 121 Kilometern profitierte Andresen in Tanunda, etwas nördlich von Adelaide, vor allem von der starken Vorarbeit seines Leadout-Fahrers Tord Gudmestad. Der Norweger überflügelte dabei unter anderem den ganzen INEOS-Zug. Das britische Team war noch an der 1000-Meter-Marke zu viert an der Spitze des Feldes, verlor dann aber die Kontrolle, nachdem es zuvor den ganzen Tag über die meiste Arbeit bei der Verfolgung der Ausreißer geleistet hatte. Andresen, wenngleich an diesem Tag nicht der Endschnellste, musste erst 200 Meter vor dem Ziel in der Wind und verteidigte seinen Vorsprung vor Brennan, Welsford und Danny van Poppel (Red Bull - BORA - hansgrohe). Tim Torn Teutenberg (Lidl - Trek) fuhr als Neunter und bester Deutscher wie schon beim Prolog in die Top 10.
Das war Andresen nicht gelungen, doch die Zeitgutschrift von zehn Sekunden reichte dem 23-Jährigen trotzdem, um Auftaktsieger Samuel Watson (INEOS Grenadiers) um eine Sekunde von der Spitze der Gesamtwertung zu verdrängen. “Es ist ein unglaubliches Gefühl, zu gewinnen. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so empfunden habe. Es ist einfach unglaublich”, sagte der Däne, der erst der zweite Profi aus seinem Land ist, der eine Etappe bei der Tour Down Under gewinnen konnte. Der erste war Nicolaj Larsen - 1999 gewann er den Auftakt der ersten Auflage des Rennens überhaupt.
“Das Rad ist unglaublich schnell, und meine Teamkollegen haben heute hervorragende Arbeit geleistet. Es kommt nicht oft vor, dass man einen Plan so präzise umsetzen kann, aber heute haben wir es geschafft”, so Andresen weiter. Mit dem achten Sieg seiner Karriere übernahm er auch die Führung in der Punktewertung.
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Es liegen noch keine Ergebnisse vor
Martin Urianstad Bugge aus dem frisch zur neuen Saison erstmals mit einer WorldTour-Lizenz ausgestatteten Team Uno-X Mobility setzte nach dem Start in Tanunda bei optimalen Bedingungen die erste Attacke. Ihm folgte zunächst Guillaume Martin (Groupama - FDJ), dann auch Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team). Doch das Trio kam nicht weit, dann der frühe Bonussprint nach etwas mehr als zehn Kilometern im Interesse der Profis dahinter lag. Wohlwissend, dass es in den vergangenen Jahren immer nur Sekunden waren, die über den Gesamtsieg entschieden, sicherte sich Vorjahressieger Jhonatan Narvaez (UAE Team Emirates - XRG) dort drei Sekunden.
Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, ging Urianstad Bugge wieder in die Offensive. Und auch Martin schloss sich ihm erneut an, dieses Mal mit der Unterstützung seines Teamkollegen. Dieses Mal wuchs der Vorsprung der Ausreißer schnell auf über zwei Minuten an. Nach etwa 30 Kilometern erreichte die Spitze den drei Mal zu absolvierenden Rundkurs über den Menglers Hill. Zwischen den Bergwertungen auf der größten Herausforderung des Tages warteten zwei weitere Zwischensprints. Auf die hatte es Martin abgesehen, während sich Urianstad Bugge alle 15 Punkte an den Bergwertungen sicherte und damit auch das erste Wertungstrikot in dieser Kategorie übernahm.
Ließ sich Martin nach den Sprints aus der Spitze zurückfallen, tat Urianstad Bugge das nach der letzten Bergwertung. Zurück blieb Paleni, der noch bis sieben Kilometer vor dem Ziel weiterkämpfte, dann aber vom Feld und den ambitionierten Sprinterteams gestellt wurde.