TOUR Online
· 19.06.2026
Auf der dritten Etappe der Tour de Suisse 2026 erwartete die Fahrer ein Mix aus Berg- und Flachetappe: Zwei Anstiege der ersten Kategorie und reichlich Höhenmeter standen auf der ersten Etappenhälfte an, ehe das Profil auf den letzten 60 Kilometern fast völlig flach verlief. Ein Terrain, wie gemacht für eine Fluchtgruppe. Nach 157,9 Kilometern ging der Tagessieg in Bad Ragaz an Jhonatan Narváez (UAE - Emirates - XRG).
Er bezwang im Zweiersprint seinen Begleiter Xandro Meurisse (Pinarello). Beide Fahrer hatten über 100 Kilometer als Duo die Spitze des Feldes gebildet. Früh zeigte sich jedoch, dass Narváez der stärkere der beiden Fahrer war. Der Ecuadorianer leistete den Großteil der Führungsarbeit und spielte einmal mehr seine Stärke als tempofester Rennfahrer mit guten Sprintfähigkeiten aus.
Nur wenige Radlängen später erreichte Magnus Cort (Uno-X Mobility) als Dritter das Ziel. Marijn van den Berg (EF Education EasyPost) und Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) folgten auf den weiteren Plätzen. Im Finale lieferten sich das Feld und die beiden Ausreißer einen Schlagabtausch um jede Sekunde – mit besserem Ausgang für die beiden Ausreißer.
In der Gesamtwertung liegt Tadej Pogačar mit 2:50 Minuten Vorsprung vor Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) auf Platz eins. Andrea Bagioli (Lidl-Trek) liegt mit 3:07 Minuten Rückstand auf Platz drei.
Wie erwartet brachte die bergige erste Hälfte der Etappe Chaos um die Fluchtgruppe des Tages. Immer wieder setzten sich Fahrer ab, nur um kurz darauf wieder eingeholt zu werden. Zwischenzeitlich schien eine 16-köpfige Spitzengruppe gute Chancen zu haben, letztlich war diese aber wohl zu prominent besetzt. Schließlich zählten Fahrer wie Aleksandr Vlasov (Red Bull – Bora – hansgrohe), Mikel Landa (Soudal – Quick Step) und Enric Mas (Movistar) dazu.
Nach 40 Kilometern gelang Jhonatan Narváez (UAE - Emirates - XRG) und Xandro Meurisse (Pinarello) dann jedoch die Flucht, gefolgt von einer Verfolgergruppe mit Vlasov, Barkel Beloki (EF Education EasyPost), Emiel Verstrynge (Alpecin Deceuninck), Simon Dalby (Uno-X Mobility), Antonio Tiberi (Bahrain Victorious), Michal Kwiatkowski (INEOS Netcompany), Ewen Costiou (Groupama FDJ) sowie den beiden Deutschen Marco Brenner (Tudor) und Maximilian Schachmann (Soudal Quick Step). Das Feld ließ die Fahrer gewähren und lag bald über vier Minuten zurück.
Allerdings kam die Verfolgergruppe dem Führungsduo nicht näher. Im Gegenteil: Aus zwei Minuten Rückstand wurden bald über drei Minuten zu Narváez und Meurisse. Der Abstand wuchs sogar weiter, obwohl Meurisse kurzzeitig die Kette absprang und Narvaez auf ihn warten musste. In der Verfolgergruppe kam jedoch keine konstruktive Zusammenarbeit zustande. 48 Kilometer vor dem Ziel wurden die übrigen Fahrer der ursprünglich elfköpfigen Gruppe eingeholt.
Zwischenzeitlich zog ein Unwetter mit Starkregen auf, dass jedoch schnell auch wieder verschwand. Fortan war es ein Kampf der Teams Visma | Lease a Bike, NSN und EF Education EasyPost gegen die beiden Ausreißer. 45 Kilometer vor dem Ziel betrug der Abstand 3:15 Minuten. Narváez und Meurisse zeigten sich jedoch zäh: Selbst 20 Kilometer vor dem Ziel betrug ihr Vorsprung noch 1:40 Minuten.
Doch das Feld holte Sekunde für Sekunde auf. Acht Kilometer vor dem Ziel fiel der Vorsprung unter die Marke von einer Minute. Im Finale fing es zusätzlich zu Regnen an.
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