Erneut gingen die Sprinter bei der Tour de Suisse leer aus. Zwar verlief die zweite Etappe der Rundfahrt größtenteils flach, doch im Finale warteten zwei kurze Anstiege, die das Rennen durcheinanderwirbelten. Nach 157,7 Kilometern siegte Romain Grégoire (Groupama - FDJ) aus einer Fluchtgruppe, die sich einen Vorsprung von wenigen Sekunden vor Tadej Pogačar (UAE Team Emirates – XRG) ins Ziel rettete.
Insgesamt sieben Fahrer erreichten schließlich die letzten Kilometer mit wenigen Sekunden Vorsprung auf Pogacar und Mathias Vacek (Lidl-Trek). Pogacar hatte sich zuvor am letzten Anstieg des Tages zehn Kilometer vor dem Ziel von den Großteil der Konkurrenz abgesetzt. Einzig Vacek konnte ihm folgen.
Aus der letzten Kurve heraus eröffnete Grégoire den Sprint von der Spitze weg und war bis zum Ziel nicht mehr einzuholen. Platz zwei ging an Marcel Camprubi (Pinarello – Q36.5) vor Bart Lemmen (Visma | Lease a Bike).
Pogacar erreichte mit vier Sekunden Rückstand das Ziel auf Platz acht. In der Gesamtwertung baute Pogacar seinen Vorsprung auf 2:50 Minuten aus. Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) konnte im Finale nicht folgen, belegt aber weiterhin Platz zwei der Gesamtwertung. Dritter bleibt Andrea Bagioli (Lidl-Trek) mit nun 3:07 Minuten Rückstand. Vacek ist mit 4:16 Minuten Abstand Vierter.
Nach einigen Attacken stand nach rund 30 Kilometern die Spitzengruppe des Tages, bestehend aus Emiel Verstrynge (Alpecin - Deceuninck), Afonso Eulalio (Bahrain Victorious), Ewen Costiou, Romain Grégoire (Groupama - FDJ), Bauke Mollema (Lidl - Trek), Filippo Zana (Soudal - Quick Step), Finlay Pickering (Jayco - AlUla), Chris Hamilton (Picnic - PostNL), Bart Lemmen (Visma - Lease a Bike), Marco Schrettl (XDS - Astana), Milan Vader, Marcel Camprubi, Fred Wright (Pinarello - Q36.5) und Julian Alaphilippe (Tudor).
Zuvor gewann aus einer früheren Gruppe Louis Vervaeke (Soudal - Quick Step) die Bergpunkte am ersten Anstieg des Tages, dem Monte Ceveri (2. Kategorie). Die endgültige Ausreißer bekamen schließlich bis zu drei Minuten an Vorsprung zugestanden. Im Feld kontrollierte UAE Team Emirates – XRG die Nachführarbeit, unter anderem führte Nils Politt lange die Verfolgung an.
Entsprechend sank der Abstand zur Fluchtgruppe kontinuierlich. Vor dem Anstieg nach Fanghi (3. Kategorie), der 18 Kilometer vor dem Ziel lag, betrug der Vorsprung der Gruppe noch 1:30 Minuten. Als Brandon McNulty (UAE Team Emirates – XRG) die Nachführarbeit forcierte, reduzierte sich die Gruppe auf rund 25 Fahrer.
In der Spitzengruppe attackierte derweil Eulalio, was zu einer Selektion der Gruppe führte. Nur Costiou, Grégoire, Camprubi, Vader, Lemmen, Hamilton, Zana, Pickering, Eulalio und Verstrynge konnten schließlich folgen. An der Bergwertung betrug der Vorsprung noch 40 Sekunden.
Im folgenden Anstieg zur Via Consiglio Mezzano griff zunächst McNulty an. Mathias Vacek (Lidl-Trek) folgte ihm, woraufhin auch Tadej Pogačar aufschloss und sich mit Vacek absetzte. In der Folge holten beide Eulalio ein, der aus der Spitzengruppe zurückgefallen war.
Vom Gipfel der Via Consiglio Mezzano trennten die verbliebenen Ausreißer und die drei Verfolger um Pogacar rund 30 Sekunden. Doch in der Folge sank der Vorsprung immer weiter, da die Spitzengruppe begann, zu pokern. An der Flamme Rouge waren Pogacar und Co. fast herangekommen, doch schließlich zog die Gruppe durch und Grégoire setzte zum richtigen Zeitpunkt zum Sprint an.
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