Saisonauftakt von PidcockFokus liegt auf Ardennen-Klassikern

Julian Schultz

 · 23.01.2026

Thomas Pidcock und sein Pinarello-Q36.5-Team haben die Rennplanung für die Klassikersaison bekannt gegeben.
Foto: Pinarello
Bei der Cyclocross-WM wird der einstige Weltmeister erneut fehlen, dafür hat Thomas Pidcock die Ardennen-Klassiker bereits fest im Blick. Vor allem bei Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) will der Q36.5-Profi ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Der Saisoneinstieg ist Mitte Februar in Spanien geplant.

Rennrad, Mountainbike, Cyclocrosser oder Gravelbike: Thomas Pidock beherrscht die komplette Klaviatur im Radsport. Doch weil auch das Multitalent offensichtlich mit seinen Kräften haushalten muss, verzichtete der 26-Jährige auch in dieser Saison auf eine Teilnahme beim Cyclocross-Weltcup. Die kommende Weltmeisterschaft in Hulst/Niederlande (30. Januar bis 1. Februar) geht damit ohne den Titelträger von 2022 über die Bühne. Wie schon im Vorjahr, als Pidcock nach seinem Wechsel zum zweitklassigen Q36.5-Team die Querfeldein-Saison ebenfalls ausfallen ließ.



Stattdessen richtet Pidcock seinen vollen Fokus bereits auf die Klassikersaison. Wie sein Rennstall mitteilte, ist die vorläufige Rennplanung des Briten auf das Ardennen-Triple ausgelegt. Vor allem Lüttich-Bastogne-Lüttich (26. April) habe sich “Pidders” dick im Kalender angestrichen, so das Pinarello-Q36.5-Team. Noch wartet Pidcock auf einen Erfolg bei einem der fünf Radsport-Monumente. Sein bislang bestes Ergebnis bei einem der wichtigsten Eintagesrennen der Welt liegt drei Jahre zurück: 2023 musste er sich in Lüttich dem Belgier Remco Evenepoel geschlagen geben.

Voller Fokus auf die Ardennen: Das Triple aus Amstel Gold Race, Fléche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich ist das erste, große Saisonziel von Thomas Pidcock (Mitte)Foto: PinarelloVoller Fokus auf die Ardennen: Das Triple aus Amstel Gold Race, Fléche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich ist das erste, große Saisonziel von Thomas Pidcock (Mitte)

Neben Lüttich-Bastogne-Lüttich wird Pidcock ebenfalls beim Amstel Gold Race (19. April) und dem Flèche Wallonne (22. April) starten. Zuvor stehen mit Strade Bianche (7. März) und Mailand-San Remo (21. März) ebenfalls bedeutende Eintagesrennen im Programm des 26-Jährigen. Sein Saisondebüt feiert Pidock, der nach einem Ausrüsterwechsel wieder auf Pinarello unterwegs ist, in Spanien. Nach der Murcia-Rundfahrt (13./14. Februar) und der Clasica Jaén (16. Februar) geht es zur Andalusien-Rundfahrt (18. bis 22. Februar). Das fünftägige Etappenrennen hatte er im vergangenen Jahr auf Gesamtrang drei beendet. Beim Amstel Gold Race (2024) und Strade Bianche (2023) trug sich Pidock bereits in die Siegerlisten ein.

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Rennprogramm von Thomas PidcockTermin
Murcia-Rundfahrt13./14. Februar
Clásica Jaén16. Februar
Andalusien-Rundfahrt18. bis 22. Februar
Omloop Het Nieuwsblad 28. Februar
Strade Bianche 7. März
Mailand-Turin18. März
Mailand-Sanremo21. März
Katalonien-Rundfahrt23. bis 29. März
Pfeil von Brabant17. April
Amstel Gold Race19. April
Fléche Wallonne22. April
Lüttich-Bastogne-Lüttich26. April

„Mein Programm bleibt ziemlich ähnlich wie in den Vorjahren. Aber ich habe einige neue Rennen hinzugefügt, um für Abwechslung zu sorgen”, wird Pidcock in der Mitteilungen seines Rennstalls zitiert. Wie es nach Lüttich-Bastogne-Lüttich weitergeht, ist noch nicht bekannt. Als Top-3-Team aus der zweitklassigen Pro Series hat Q36.5 einen Startplatz bei der Tour de France (4. bis 26. Juli) sicher.

Dass der ehemalige Cross-Weltmeister eines Tages wieder im Querfeldeinsport zu sehen sein wird, ist übrigens nicht ausgeschlossen. „Es ist durchaus möglich, dass Tom in der nächsten Saison wieder im Cyclocross zu sehen sein wird”, sagte sein Trainer Kurt Bogaerts gegenüber dem belgischen Sender “Sporza”. Als Grund für seine erneute Abstinenz in 2025/26 verwies der Belgier auf die hohe Belastung seines Schützlings im Vorjahr. Mehr als 80 Renntage habe Pidcock 2025 durch seine Starts bei Straßen- und MTB-Veranstaltungen in den Beinen gehabt. Der Segen eines Multitalents kann eben auch Fluch sein.

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