Sebastian Lindner
· 25.03.2026
Schon allzu oft war der Niederländer in jüngerer Vergangenheit abgeschrieben und aufs Altenteil gesetzt worden. Doch unter Sprinttrainer Marcel Kittel blüht der 32-Jährige wieder auf. Groenewegen hat nach gut 200 Kilometern in Brügge bereits seinen vierten Saisonsieg gefeiert. Dabei hat er innerhalb von fünf Tagen drei Rennen in Serie gewonnen - zunächst Bredene Koksijde (1.Pro), dann den GP Jean-Pierre Monseré (1.1), jetzt die Ronde van Brugge (1.UWT), die bis ins vergangene Jahr noch Brugge-De Panne hieß.
“Es war eine ziemlich gute Woche bisher in Belgien”, sagte Groenewegen, nach seinem 81. Profisieg der Karriere dann auch. Wer gewinnt, hat Spaß. Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Fahrern. Und wenn man mit so einer unerfahrenen Truppe zu dritt auf den letzten Kilometer geht, ist das einfach toll. Sie lernen schnell und deswegen ernten wir Resultate“, freute sich der Sieger und schloss sein Team in den Erfolg ein.
Unterwegs passierte lange nichts. Nicht mal eine Spitzengruppe wollte sich etablieren. Erst als das Feld gegen Rennmitte auf der Windkante auseinanderbrach, kam etwas Bewegung ins Rennen. Letztlich änderte aber auch das nichts am erwarteten Massensprint.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Unibet Rose Rockets | 04:15:57 |
| 2 | Alpecin-Premier Tech | +00:00:00 |
| 3 | XDS Astana Team | +00:00:00 |
| 4 | Cofidis | +00:00:00 |
| 5 | Tudor Pro Cycling Team | +00:00:00 |
| 6 | Team Picnic PostNL | +00:00:00 |
Obwohl es vereinzelte Attacken gab, blieb das Feld für die 50 Kilometer des Tages beisammen. Kurz vor dem ersten Pflasterabschnitt konnte sich ein spanisch-belgisches Duo zwar immerhin mal 15 Sekunden herausfahren, doch auch das hatte sich auf den Cobbles schnell wieder erledigt. Auch ein Windstaffel-Szenario, dass sich nach dem Sektor gebildet hatte, war zwei Kilometer später wieder Geschichte. Es blieb nicht bei diesem einen Riss im Peloton, doch auch bis Rennhälfte - das Feld hatte bereits den zwei Mal zu absolvierenden Rundkurs um Brügge erreicht - wurden alle wieder schnell repariert, sodass es geschlossen weiter Richtung Ziel ging.
Bei der zweiten Passage des Pflasterstückes tat sich ebenfalls nichts. Doch gut 80 Kilometer vor dem Ziel teilte sich das Feld auf der Windkante dann erneut. Und dieses Mal hatte die Teilung durchaus Folgen, denn bis zu einer halben Minute lag zwischen den zunächst etwa gleich großen Feldern. Doch in der ersten Gruppe, in der auch Top-Favorit Groenewegen saß, wurde weiter attackiert. In der Folge etablierte sich eine knapp 30 Mann starke Spitzengruppe, die 60 Kilometer vor dem Ziel eine Minute auf das Hauptfeld herausgefahren hatte.
42 Kilometer vor dem Ziel gab es dann aber den Zusammenschluss. Und zwölf später im letzten Pflasterabschnitt einen Crash, in den auch Vorjahressieger Juan Sebastian Molano (UAE Team Emirates - XRG) verwickelt war. Auf den folgenden Kilometern neutralisierten sich die Teams. Erst im Finale kam dann nochmal Bewegung rein. Davide Ballerini (XDS Astana Team) attackierte 15 Kilometern vor dem Ziel, wurde dann aber zunächst von einem Quartett um Max Walscheid (Lidl - Trek) und dann auch vom Rest des Feldes zurückgeholt.
Walscheid versuchte es drei Kilometer vor dem Ende dann nochmal als Solist, doch das ließ Astana nicht zu. Und dann wurde gesprintet. Groenewegen stellte erneut seine starke Form unter Beweis und wieß Philipsen und Kanter in die Schranken.