Mit inzwischen 51 Weltcup-Siegen stieg Mathieu van der Poel in Hoogerheide/Niederlande zum alleinigen Rekordhalter auf. Bislang hatte Sven Nys (Belgien) die Bestmarke in der wichtigsten Querfeldein-Rennserie inne. Der Straßenrad-Profi vom Team Alpecin-Premier Tech untermauerte damit einmal mehr seine Ausnahmestellung, die ihn auch bei der WM zum absoluten Top-Favoriten macht.
Der Dominator, der seit 2019 durchgehend im Regenbogen-Trikot fährt und in Hulst mit dem achten Titel WM-Geschichte schreiben würde, sitzt weiter auf dem Inflite CFR von Canyon. Das Arbeitsgerät des 31-Jährigen basiert auf dem leichtesten Cyclocross-Chassis der Koblenzer, die ihr eigenes High-End-Programm mit Canyon Factory Racing (CFR) bezeichnen. Für den Rahmen in mittlerer Rahmengröße M nennt Canyon ein Gewicht von 1070 Gramm. Wie bei seinem Straßenboliden, dem Aeroad CFR, fährt Van der Poel einen Rahmen in Größe L.
Auch beim Antrieb setzt “MvdP” auf Bewährtes, indem er die Gänge mit Shimanos Dura-Ace wechselt. Auch seine Konkurrenten wie der belgische Mitfavorit Thibau Nys, Sohn des bisherigen Weltcup-Rekordsiegers Sven Nys, sind mit nominellen Straßen-Schaltgruppen unterwegs. Van der Poel fährt jedoch im Unterschied zu vielen Konkurrenten eine Zweifach-Variante - wie Canyon auf Anfrage mitteilte mit der kleinstmöglichen Kettenblatt-Kombi mit 46/39 Zähnen. Ans Hinterrad ist eine Kassette in der Abstufung 11-30 Zähne geschraubt. Nach dem Motto “Wer bremst, verliert” ist das potenzielle Rekordrad mit kleinen 140-Millimeter-Bremsscheiben aufgebaut.
Die Reifenwahl entscheidet sich erst kurzfristig und ist von der Bodenbeschaffenheit des WM-Kurses abhängig. Laut Wetterprognose vor dem Rennwochenende könnte es vor und im Elite-Rennen der Männer (1. Februar, 15 Uhr) leicht regnen. Fix ist, dass Van der Poel auf Gummis von Dugast zurückgreift. Genauer gesagt auf Schlauchreifen, die inzwischen im Peloton der World Tour ausgestorben sind.