Radsport im AprilDiese Rennen der Frauen darfst du nicht verpassen

Leon Weidner

 · 30.03.2026

Radsport im April: Diese Rennen der Frauen darfst du nicht verpassenFoto: Getty Images/Luc Claessen
Lotte Kopecky will ihren Titel bei der Flandern-Rundfahrt in diesem Jahr verteidigen
Der April ist im Frauen-Radsport, so wie bei den Männern, der Monat der großen Klassiker: Kopfsteinpflaster, kurze Giftanstiege, Positionskämpfe – und oft Entscheidungen, die bis zur letzten Kurve offenbleiben. 2026 kommt zusätzlich Bewegung in den Kalender, weil Dwars door Vlaanderen neu als UCI Women’s WorldTour-Rennen den Monat eröffnet.

Der Monat der großen Klassiker steht an und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im ganzen April findet keine Rundfahrt der Women’s WorldTour statt, somit geht sämtlicher Fokus auf die Eintagesrennen. Davon gibt es gleich sechs - allesamt in Belgien, Frankreich und der Niederlande. Damit du nichts verpasst, kommen hier die wichtigsten Rennen – chronologisch, mit kurzem Check, warum sie sich lohnen sie anzuschauen.

Diese Rennen darfst du nicht verpassen

Dwars door Vlaanderen (1. April)

Der perfekte Start in den Klassiker-Monat – und zugleich eine echte Standortbestimmung vor der Flandern-Rundfahrt. Schnell, technisch, mit vielen Momenten, in denen eine gute Position mehr wert ist als ein paar Watt extra. 2026 ist das Rennen erstmals Teil der Women’s WorldTour, entsprechend hochkarätig ist die vorläufige Startliste.

Flandern-Rundfahrt (5. April)

Ein Monument – auch bei den Frauen. Hier entscheidet sich auf den legendären Anstiegen, wer nicht nur stark ist, sondern auch den Positionskampf beherrscht. Paterberg, Oude Kwaremont und die Hellingen-Dramatik sorgen dafür, dass sich das Rennen selten „von allein“ sortiert – es wird aktiv gefahren.

Paris-Roubaix Femmes (12. April)

Paris-Roubaix ist das große Kopfsteinpflaster-Spektakel. Material, Fahrtechnik und Nerven sind hier genauso wichtig wie Power. Wer die Sektoren gut trifft und ruhig bleibt, kann den Unterschied machen – selbst gegen auf dem Papier stärkere Konkurrenz.

Amstel Gold Race (19. April)

Der Ardennen-Auftakt: Hügel über Hügel, kaum echte Erholung, ständig Positionskampf. Amstel ist weniger „ein“ Schlüsselmoment, sondern eher ein ständiges Aussieben – bis nur noch die Richtigen übrig sind. Das Rennen ist der Beginn der Ardennen-Woche.

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La Flèche Wallonne Femmes (22. April)

Das Rennen der Mur de Huy. Viel Taktik, viel Warten, und dann dieses Finale: wenige Minuten maximaler Schmerz, in denen Explosivität alles ist. Kaum ein Rennen zeigt so klar, wer den besten Antritt bergauf hat. Im vergangenen Jahr konnte hier die junge Puck Pieterse überraschen. Die großen Namen haben hier nicht automatisch den Vorteil.

Liège–Bastogne–Liège Femmes (26. April)

Der Abschluss des Ardennen-Blocks – und das größte Ardennen-Rennen, weil es lang, hart und selektiv ist. Hier gewinnt oft nicht diejenige mit dem besten einen Punch, sondern diejenige, die über das ganze Rennen hinweg stabil bleibt. Höhenmeter gibt es reichlich.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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