Sebastian Lindner
· 23.09.2023
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Es war der siebente Titel im achten Straßenrennen der Elite für die diesjährigen Gastgeberinnen, den die 23-Jährige Bredewold bejubeln durfte. Ein zehn Kilometer langes Solo machte die SD-Worx-Fahrerin zur neuen Titelträgerin. Als sie auf der letzten Runde attackierte, herrschte gerade Stillstand in der 15-köpfigen Spitzengruppe, die sich kurz zuvor in der Abfahrt vom VAM-Berg gebildet hatte.
Marlen Reusser versuchte zwar nachzusetzen, doch hatte sie schnell weitere Niederländerinnen am Hinterrad und stellte daraufhin die Arbeit ein. “Manchmal denke ich, dass wir anderen Teams besser zusammenspielen sollten”, sagte die Schweizerin und meinte damit die Nationalmannschaften. Hinsichtlich der Vertragsteams lief es für ihre Farben rund. Denn auch Reusser gehört zu SD Worx - wie auch Wiebes und Weltmeisterin Kopecky, die die weiteren Medaillen abräumten. Beide hatten sich am Schlussanstieg von der Gruppe lösen können.
Auf der vorletzten Runde hatte sich zudem eine aussichtsreiche sieben Frauen starke Gruppe absetzen können, in der auch Liane Lippert und die Österreicherin Christina Schweinberger saßen. Doch letztlich fehlte es an Einigkeit, um eine vorentscheidende Lücke reißen zu lassen. Lippert fuhr letztlich mit der großen Favoritengruppe in den Berg, konnte in den Sprint um Silber aber nicht mehr eingeifen und landete letztlich auch Rang 7.
“Ich glaube ich träume immer noch. Das bedeutet alles für mich”, sagte Siegerin Bredewold und ergänzte: “Es war nicht der Plan, dass ich in der Schlussrunde attackiere. Aber wir waren so im Angriffsmodus, und als ich dann gefahren war,dachte ich kurz: ‘Eigentlich ist das nicht unsere Idee gewesen.’ Aber dann habe ich den Schalter umgelegt und dachte mir, dass das auch gut für Lorena und Demi (Vollering) ist.” Und die seien schließlich die eigentlichen Siegfahrer bei den Niederländerinnen.
Zuvor bestritten die Junioren ihr Straßenrennen. Sie absolvierten acht Umläufe auf dem Rundkurs um den VAM-Berg. Nach 111 Kilometern siegte der Slowene Anze Ravbar. Sein Landsmann Zak Erzen holte Bronze. Dazwischen platzierte sich der Franzose Matys Grisel. Geschlossen kam das Feld der Junioren auf die letzte Runde und ging so auch in den Zielanstieg. Dort attackierte der spätere Sieger früh und rettete einen Miniabstand.
Den deutschen Junioren fehlte im absoluten Finale die Power. Ian Kings landete als Bester auf Platz 18.