Rad-EM 202318-Jähriger Däne wird U23-Europameister, zwei Deutsche in den Top 10

Sebastian Lindner

 · 22.09.2023

Rad-EM 2023: 18-Jähriger Däne wird U23-Europameister, zwei Deutsche in den Top 10
Henrik Pedersen aus Dänemark ist neuer Europameister im Straßenrennen der U23 Männer. Der 18-Jährige siegte als Solist. In der Verfolgergruppe sprintete Tim Torn Teutenberg auf Platz 6. Die deutschen Frauen schafften es beim Sieg einer Niederländerin nicht in die Top 20.
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Pedersen ist Teil des starken männlichen Nachwuchses aus Dänemark, der bei der Rad-EM zahlreiche Medaillen abgreift. Nach Albert Philipsen, der bereits das Junioren-Zeitfahren gewann, sowie Silber und Bronze im U23-Zeitfahren durch Carl-Frederik Bevort und Gustav Wang, ist er bereits der vierte Nachwuchsfahrer aus dem Land von Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard, der dekoriert nach Hause reisen wird.



Pedersen (Team ColoQuick) setzte sich schon zu Beginn des 136,5 Kilometer langen Rennens mit dem spanischen Tour-de-l’Avenir-Etappensieger Ivan Romeo (Movistar) und dem Polen Mateusz Gajdulewicz ab, um sich bis zu vier Minuten Polster herauszufahren. Diesen Maximal-Vorsprung hatte das Trio, als es auf den 13,7 Kilometer langen und fünfmal zu fahrenden Rundkurs um den VAM-Berg einbog.

War es bis dato ab dem Start in Hoogeveen komplett flach gewesen, stellte sich nun einmal pro Runde der Berg mit seinen bis zu 15 Prozent Steigung in den Weg. Während Pedersen und Romeo den Polen abschütteln konnten, verringerte das Feld seinen Rückstand konstant - zumindest bis zur 100-Kilometer-Marke. Dort stagnierte die Differenz bis zur letzten Runde bei anderthalb Minuten, sodass absehbar war, dass der Sieger einer der Ausreißer sein würde.



Und so setzte sich Pedersen in der letzten Runde am ersten von zwei Anstiegen, dem gepflasterten Teil, ab und fuhr dem Ziel als Solist entgegen. Die Verfolgergruppe war den Ausreißern dann doch noch auf die Pelle gerückt, doch der 20-Jährige Romeo konnte Silber retten. Teutenberg (Leopard - TOGT) und Henri Uhlig (Alpecin - Deceuninck Devo) waren im Finale gut platziert und konnten mit in den finalen Bergaufsprint reinhalten. Für Teutenberg reichte es zum 6. Platz, Uhlig schaffte es auf Rang 10. Bronze ging nach Frankreich an den auch erst 19-Jährigen Paul Magnier.

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Rad-EM 2023: Ergebnisse Straßenrennen U23 Männer

  1. Henrik Pedersen (Dänemark) 3:00:12
  2. Ivan Romeo (Spanien) +0:25
  3. Paul Magnier (Frankreich) +0:37
  4. Madis Mihkels (Estand) +0:38
  5. Matyas Kopecky (Tschechien) +0:38
  6. Tim Torn Teutenberg (Deutschland) +0:38
  7. Francesco Busatto (Italien) +0:38
  8. Fabio Christen (Schweiz) +0:38
  9. Davide de Pretto (Italien) +0:40
  10. Henri Uhlig (Deutschland) +0:40

Erstes Gold für die Niederlande

Bei den U23 Frauen sicherte Ilse Pluimers das erste Gold für die Gastgeberinnen. Auf den 108 Kilometern zwischen Coevorden und dem VAM-Berg, der auf fünf Zielrunden überquert werden musste, siegte die 21-Jährige vor Anna Shackley (Großbritannien) und Linda Zanetti (Schweiz). Als beste Deutsche erreichte Linda Riedmann 33 Sekunden hinter der Siegerin im Hauptfeld als 22. das Ziel, Antonia Niedermaier, die bereits Silber im Zeitfahren gewann, überquerte zwei Fahrerinnen später den Strich.

Zoe Backstedt (Großbritannien), die vor Niedermaier Gold im Kampf gegen die Uhr gesichert hatte und auch als Favoritin im Straßenrennen galt, attackierte bei der vierten Überfahrt des Berges, wurde daraufhin aber wieder gestellt. Und so ging es gemeinsam ins absolute Finale. Im Bergaufsprint wurde die auf 30 Fahrerinnen zusammengeschrumpfte Hauptgruppe dann erst in die Länge gezogen und viel dann komplett auseinander. Die besten Beine hatte dabei Pluimers.

Rad-EM 2023: Ergebnisse Straßenrennen U23 Frauen

  1. Ilse Pluimers (Niederlande) 2:46:33
  2. Anna Shackley (Großbritannien) +0:01
  3. Linda Zanetti (Schweiz) +0:01
  4. Gaia Masetti (Italien) +0:05
  5. Marie Schreiber (Luxemburg) +0:13
  6. Julia Kopecky (Tschechien) +0:14
  7. Noemi Rüegg (Schweiz) +0:22
  8. Fem van Empel (Niederlande) +0:22
  9. Eleonora Gasparrini (Italien) +0:24
  10. Dominika Wlodarczyk (Polen) +0:25

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