Andreas Kublik
· 01.04.2026
Es ist ein Ort mit großer Radsporttradition. Zwar ist der Sachsenring vor allem eine Rennstrecke für den Motorrad-Rennsport, aber hier fand im Jahr 1960 ein legendäres WM-Rennen im Radsport statt, in dem Bernhard Eckstein vor seinem DDR-Teamkollegen Täve Schur siegte. In den Jahren 2019 bis 2021 fanden auf der Strecke die Deutschen Meisterschaften im Straßenrennen der Elite statt. Nun beginnt die Saison der Rad-Bundesliga auf dem Sachsenring mit dem ersten Rennen um Punkte bei den Männern. Ingesamt stehen in diesem Jahr zehn Rennen im Kalender. Neben bewährten Veranstaltungen ist das Bundesliga-Saisonfinale der Männer und Junioren bei Rund um Sebnitz zurück im Kalender. Der Große Preis der Stadt Trier ist erstmals Teil der Bundesliga. Die Junioren bestreiten ebenfalls zehn Wertungsrennen. Der Auftakt in dieser Altersklasse (U19) findet am 6. April bei Rund um Schönaich statt.
Bei den Frauen und Juniorinnen sind es zwölf Wettbewerbe, die für die Gesamtwertung der wichtigsten nationalen Rennserie zählen. Der Auftakt findet am 14. Mai im oberschwäbischen Waldburg statt. Drei Rennen beim RiderMan in Bad Dürrheim bilden den Bundesliga-Abschluss. „Viele Ausrichter halten dem Verband und der Rad-Bundesliga nun schon seit vielen Jahren die Treue. Aber wir freuen uns, auch neue Veranstaltungen begrüßen zu dürfen“, lässt sich Günter Schabel, Vizepräsident Leistungssport bei German Cycling, in einer Pressemitteilung des Radsportverbandes zitieren.
Bei den Männern sind 245 Fahrer, verteilt auf 20 Teams, gemeldet, hinzu kommen 36 Einzelstarter. Bei den Junioren sind es 130 Fahrer in zwölf Teams sowie 40 Einzelfahrer. 191 Frauen und Juniorinnen wollen bei der Bundesliga starten, während der Anteil der Frauenteams 14 und die der Juniorinnenteams sieben ausmacht; darüber hinaus gibt es 14 Einzelstarterinnen. Auch einige Mannschaften aus dem benachbarten Ausland sind gemeldet. Im vergangenen Jahr dominierte REMBE | rad-net die Serie, feierte einen Dreifacherfolg in der Einzelwertung durch Ole Theiler, Johannes Adamietz und Miguel Heidemann und gewann auch die Mannschaftswertung. „Bei den Frauen wird es sicherlich spannend zwischen den Fahrerinnen der drei Continental-Teams“, sagt Schabel, sieht also die Teams LKT, Wheel Divas und REMBE | rad-net women in der Favoritenrolle. Vorjahressiegerin Lydia Ventker steht nicht auf der Meldeliste.

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