Paris-Nizza - 6. EtappeTejada mit später Attacke bergab zum Sieg

TOUR Online

 · 13.03.2026

Harold Tejada (XDS Astana Team) gewinnt die 6. Etappe bei Paris-Nizza.
Foto: Getty Images / Szymon Gruchalski
​Auf der nächsten hügeligen Etappe bei Paris-Nizza holt sich Harold Tejada (XDS Astana Team) in einem hektischen Finale auf den letzten Kilometern den Etappensieg. In der Gesamtwertung bleibt Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) in Gelb.

Es war die dritte hügelige Etappe mit Klassikerprofil in Folge bei der diesjährigen Austragung von Paris–Nizza – allerdings erneut ohne Bergankunft. Nach einer kurzen Abfahrt lag das Ziel in der Gemeinde Apt, wo sich Harold Tejada (XDS Astana Team) nach 179 Kilometern schließlich den Etappensieg holte. Für Tejada war es der erste Erfolg in der WorldTour.

Sechs Sekunden später brachte Dorian Godon (INEOS Grenadiers) die 20 Fahrer starke Favoritengruppe ins Ziel, zu der neben Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) auch Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) gehörte. Platz drei ging an Lewis Askey (NSN Cycling Team).

Vingegaard verteidigt das Gelbe Trikot

Das Finale war geprägt durch zwei Anstiege innerhalb der letzten 40 Kilometern - gepaart mit der Jagd nach den verbleibenden Ausreißern. Joshua Tarling (Ineos Grenadiers), Igor Arrieta (UAE-Emirates-XRG) wurden fünf Kilometer vor dem Ziel am letzten Anstieg gestellt, woraufhin die Favoritengruppe in einer Abfahrt den Sieg unter sich ausmachte.

Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) verteidigte sein Gelbes Trikot.Foto: Getty Images / Szymon GruchalskiJonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) verteidigte sein Gelbes Trikot.

​​An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Vingegaard liegt weiterhin 3:22 Minuten vor Daniel Martinez (Red Bull – BORA – hansgrohe) und Steinhauser (+5:50 Minuten). Steinhauser trägt zudem weiter das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers.

​Vor und während der Etappe gab es erneut einige Aufgaben. So traten beispielsweise Oscar Onley (INEOS Grenadiers) und Ivan Romeo (Movistar Team) nicht mehr zum sechsten Teilstück an. Auch Niklas Märkl (Picnic-PostNL) stieg vorzeitig aus.

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​Paris-Nizza 2026 - Ergebnisse der 6. Etappe

So lief die 6. Etappe von Paris-Nizza 2026

Das Profil der 6. Etappe von Paris-Nizza 2026Foto: ASODas Profil der 6. Etappe von Paris-Nizza 2026

Erst nach 50 Kilometern und etlichen Angriffen stand die Fluchtgruppe des Tages fest: Joshua Tarling (Ineos Grenadiers), Igor Arrieta (UAE-Emirates-XRG), Steff Cras (Soudal-Quick-Step) und Arthur Kluckers (Tudor) fanden sich zusammen. Einen großen Vorsprung gewährte das Feld dem Quartett allerdings nicht – maximal zwei Minuten konnte sich die Gruppe absetzen.

​Im Peloton hielt Team Visma | Lease a Bike das Rennen unter Kontrolle. Insgesamt vier Bergwertungen befanden sich im Profil der 6. Etappe, darunter zwei Anstiege der 2. Kategorie auf den letzten 40 Kilometern: der Col de l’Aire Deï Masco (7,1 Kilometer lang, durchschnittliche Steigung 4,4 Prozent) und als letzte Prüfung die Côte de Saignon (vier Kilometer lang, durchschnittlich fünf Prozent steil).

Kragh Andersen (Lidl – Trek) griff 37 Kilometer vor dem Ziel als Solist an.Foto: Getty Images / Szymon GruchalskiKragh Andersen (Lidl – Trek) griff 37 Kilometer vor dem Ziel als Solist an.

Letzte Ausreißer fünf Kilometer vor dem Ziel gestellt

Nach dem Col de l’Aire Deï Masco stieg der Vorsprung von Tarling, Arrieta und Kluckers kurzzeitig sogar auf 1:30 Minuten an, da sich im Feld lediglich Cofidis um die Nachführarbeit bemühte. Erst kurz vor der Côte de Saignon kam durch Lidl-Trek und Lennard Kämna wieder mehr Zug ins Feld, wodurch es zu Rissen im Feld kam. So Beginn der Col de l’Aire Deï Masco neun Kilometer vor dem Ziel lag der Vorsprung der drei Ausreißer aufgrund der Verfolgungsarbeit nur noch bei 31 Sekunden.

Im vier Kilometer langen Anstieg fiel zunächst Kluckers zurück. Kurz vor der Bergwertung holte das größere Feld fünf Kilometer vor dem Ziel auch Tarling und Arrieta wieder ein. Aus der Favoritengruppe griff daraufhin Lenny Martinez (Bahrain – Victorious) an, doch die Konkurrenz aus den Top Ten blieb aufmerksam und am Hinterrad des Franzosen. Trotzdem bildete sich in der Abfahrt daraus eine größere Gruppe, aus der schließlich Harold Tejada (XDS Astana Team) davonfuhr.

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