Auf der zweiten Bergetappe bei Paris-Nizza ist Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) der Konkurrenz überlegen und holt den Tagessieg in Cormoranche-sur-Saône. Georg Steinhauser fährt erneut vorne mit.
Die Ausgabe 2026 von Paris–Nizza steigert ihre Intensität von Tag zu Tag. Auf der fünften Etappe erwartete die Fahrer nach dem Start in Cormoranche-sur-Saône ein Klassikerprofil über 205,4 Kilometer. Es war somit der längste Abschnitt der diesjährigen Austragung – mit mehr als 3.000 Höhenmetern.
Nach einem Auf und Ab auf den letzten 40 Kilometern sicherte sich Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease) den Etappensieg in Colombier-le-Vieux. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel griff der Däne an. Für Vingegaard war es der zweite Etappensieg in Serie bei Paris-Nizza, wodurch er seinen Vorsprung im Gesamtklassement weiter ausbaute.
Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step) sicherte sich mit einer Attacke aus der Verfolgergruppe mit 2:02 Minuten an Rückstand Platz zwei im Tagesergebnis. 18 Sekunden später brachte Harold Tejada (XDS Astana Team) eine zehnköpfige Gruppe ins Ziel, zu der auch Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost) gehörte. Der Deutsche verteidigte somit Platz drei im Gesamtklassement und die Führung in der Nachwuchswertung.
An der Spitze der Gesamtwertung liegt Vingegaard nun mit 3:22 Minuten an Vorsprung vor Martinez von Red Bull – BORA – hansgrohe. Steinhauser hat einen Rückstand von 5:50 Minuten.
Nicht mehr an den Start der 5. Etappe gingen unter anderem Pascal Ackermann (Jayco - AlUla) und Pavel Sivakov (UAE - Emirates - XRG). Unterwegs stieg zudem David Gaudu (Groupama - FDJ) aus.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Team Visma | Lease a Bike | 04:29:01 |
| 2 | Soudal Quick-Step | +000:02:02 |
| 3 | XDS Astana Team | +000:02:20 |
| 4 | Bahrain - Victorious | +000:02:20 |
| 5 | Cofidis | +000:02:20 |
| 6 | Red Bull - BORA - hansgrohe | +000:02:20 |
Viele Attacken, aber keine Fluchtgruppe: Das galt für die ersten 50 Kilometer dieser Etappe. Erst an der Côte de Lentilly (Kategorie 3) nach rund 60 Kilometern fanden sich Aleksandr Vlasov (Red Bull – Bora – hansgrohe), Joshua Tarling (Ineos Grenadiers), Rémi Cavagna (Groupama – FDJ), Jefferson Cepeda (Movistar) und Nicolas Prodhomme (Decathlon – CMA CGM) zusammen. Rund 50 Kilometer später schlossen Victor Campenaerts (Team Visma | Lease a Bike) sowie die beiden Movistar-Fahrer Ivan Romeo und Lorenzo Milesi zur Spitzengruppe auf. Der Vorsprung stieg jedoch kaum über zwei Minuten an.
Insbesondere Team Visma | Lease a Bike hielt das Feld unter Kontrolle. Auf den letzten 40 Kilometern warteten drei Anstiege: die Côte de Sécheras (3,9 Kilometer mit 7 Prozent), die Côte de Saint-Barthélemy-le-Plain (3,2 Kilometer mit 7,6 Prozent) und die Côte de Saint-Barthélemy-le-Plain (3,2 Kilometer mit 7,6 Prozent).
35 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Cepeda an der Côte de Sécheras von seinen Fluchtbegleitern ab. Der Vorsprung auf das Feld betrug allerdings nur noch eine Minute, sodass bereits etliche Ausreißer wieder eingeholt wurden. Nur Vlasov und Prodhomme blieben in der Verfolgung von Cepeda. Allerdings umfasste auch das Feld zu diesem Zeitpunkt nur noch rund 35 Fahrer. Das Tempo blieb jedoch hoch.
An der Côte de Saint-Barthélemy-le-Plain (Kategorie 1) holte das Feld 21 Kilometern vor dem Ziel mit Capeda schließlich den letzten Ausreißer ein. Mit einer Steigung von bis zu 16 Prozent galt der Anstieg als die schwierigste Prüfung des Tages. Kurz vor der Bergwertung griff wenig überraschend Vingegaard an und baute sich schnell einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus. Hinter dem Dänen fand sich eine Verfolgergruppe um Kévin Vauquelin (Ineos Grenadiers), Lenny Martinez (Groupama – FDJ), Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step), Daniel Martinez (Red Bull – BORA – hansgrohe) und Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost).
Da die Verfolger in der folgenden Abfahrt und der Steigung zur Côte de Saint-Barthélemy-le-Plain keine Einigkeit fanden und sich regelmäßig durch Attacken selbst aus dem Rhythmus brachten, erhöhte sich der Rückstand auf Vingegaard auf über 1:30 Minuten aus. Und bis zum Ziel nahm sein Vorsprung von Vingegaard weiter zu. Einzig Paret-Peintre gelang es noch, sich aus der Verfolgergruppe zu lösen.