TOUR Online
· 20.05.2025
Über den Gesamtsieg in der Weltcupwertung jubelte ein deutsches Frauen-Trio: C2-Fahrerin Maike Hausberger startete mit Rang zwei im Zeitfahren. Im Straßenrennen hatte sie Pech und fuhr nach einem Defekt des Hinterrads zunächst hinterher, kämpfte sich noch auf Rang sechs nach vorne und holte damit den Gesamtsieg. Für eine Überraschung und viel Freude sorgte Nachwuchsathletin Vanessa Laws. Die C4-Fahrerin gewann erst Bronze im Zeitfahren und triumphierte zwei Tage später im Straßenrennen. Damit hat sie ihre Klasse dominiert. Zwei Wochen zuvor war sie in Ostende erstmals in ihrer jungen Karriere auf das Weltcup-Podest gefahren. „Da fehlen mir aktuell ein bisschen die Worte“, sagte die 21-Jährige aus Ludwigsfelde. Dritte im Bunde der Gesamtsiegerinnen: Jana Majunke. Die T2-Dreiradfahrerin holte Bronze im Einzelzeitfahren und siegte zwei Tage später im Straßenrennen. Ihre Teamkollegin Angelika Dreock-Käser fuhr zweimal auf den zweiten Rang.
Weitere Topplatzierungen lieferten Pierre Senska, der in seiner Klasse nach starkem Zielsprint im Straßenrennen auf Rang zwei landete, und die erfahrene Kerstin Brachtendorf, die in Einzelzeitfahren und Straßenrennen jeweils den dritten Platz erreichte. Unter den Nachwuchsfahrern ragte Lara Wolleschensky heraus. Sie war Zweitbeste im Einzelzeitfahren ihrer Klasse und fuhr im Sprint des Straßenrennens als Erste über die Ziellinie - wurde aber wegen regelwidriger Fahrweise auf Rang fünf strafversetzt.
„Ich bin mehr als zufrieden mit den Ergebnissen, die wir eingefahren haben. 17 Athletinnen und Athleten haben übergreifend über beide Weltcups die WM-Qualifikation geschafft. Auch der Nachwuchs hat sich stark präsentiert und überzeugt“, bilanzierte Bundestrainer Gregor Lang. Die nächsten Höhepunkte für die Para-Radsportler sind die Deutschen Meisterschaften auf der Bahn in Cottbus an (6. bis 8. Juni), die Straßen-DM in Rheinbach (29. Juni) sowie die Zeitfahr-DM (13. Juli). Die Straßen-Weltmeisterschaften finden von 28. bis 31. August im belgischen Ronse statt.