Red Bull-BORA-hansgrohe passt die Vorbereitung seiner beiden Tour-Kapitäne an deren aktuelle Form an. Während Evenepoel nach 25 Renntagen im Frühjahr eine komplette Wettkampfpause einlegt, fährt Lipowitz nach seinem zweiten Platz bei der Tour de Romandie noch ein Rennen.
Der Belgier verzichtet entgegen der ursprünglichen Planung auf die Tour Auvergne-Rhône-Alpes. Im Mai steht ein Höhentrainingslager auf dem Programm, bevor er im Juni Regeneration mit Streckenbesichtigungen und spezifischen Trainingseinheiten verbindet. "Gemeinsam mit Remco haben wir entschieden, nach dem intensiven Frühjahr eine Rennpause einzulegen. Er soll komplett frisch nach Barcelona reisen", erklärt Zak Dempster, Chief of Sports bei Red Bull-BORA-hansgrohe. Nach der Analyse der 25 Renntage sieht das Team mehr Nutzen in einem ausgewogenen Alternativprogramm als in weiterer Rennbelastung.
Der Deutsche startet gegen Ende der Woche in einen kurzen Erholungsblock nach sechs intensiven Rennwochen. Später im Mai folgt sein Höhentrainingslager, von wo aus er direkt zur Tour of Slovenia reist. Das slowenische Etappenrennen dient als letzter Formtest vor der Tour de France. In der darauffolgenden Woche ist ein kurzes Trainingslager geplant. Die nationalen Meisterschaften lässt er wie geplant aus. "Florian ist in den vergangenen drei Rundfahrten extrem konstant gefahren. Wir haben den erhofften Formreiz im Frühjahr gesetzt", sagt Dempster. Das Team geht den gemeinsam geplanten Weg in den kommenden zwei Monaten konsequent und mit der nötigen Ruhe weiter.
Bei der Tour de Romandie hat Florian Lipowitz zuletzt ein überzeugendes Rennen abgeliefert - nur Dominator Tadej Pogacar ist für den deutschen Radsport-Star noch eine Nummer zu groß. Der 25-Jährige beendete die anspruchsvolle Tour de Romandie wie auch die Schlussetappe auf Platz zwei hinter dem slowenischen Weltmeister. In der Gesamtabrechnung fehlten Lipowitz 42 Sekunden auf Pogacar. Den drittplatzierten Bergspezialisten Lenny Martinez distanzierte Lipowitz um 2:02 Minuten. Nach Platz drei bei der Katalonien-Rundfahrt und Platz zwei bei der Baskenland-Rundfahrt beendete der Red-Bull-Profi bereits die dritte Rundfahrt in diesem Jahr auf dem Podium.

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