Katalonien-Rundfahrt - 5. EtappeVingegaard fährt allen davon, Evenepoel fällt zurück

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 · 27.03.2026

Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) feiert den Sieg auf der 5. Etappe. | Getty Images/ Szymon Gruchalski
Auf der Königsetappe der Katalonien-Rundfahrt ist Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) der Konkurrenz überlegen und übernimmt mit dem Tagessieg die Gesamtführung. Bei Red Bull – BORA – hansgrohe ist Florian Lipowitz im Schlussanstieg deutlich stärker als Teamkollege Remco Evenepoel.

Über 4000 Höhenmeter, drei Anstiegen der 1. Kategorie und die Bergankunft am Coll de Pal (HC-Kategorie) – der fünfte Tag der Katalonien-Rundfahrt galt als Königsetappe. Am Ende feierte Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) einen überlegenden Sieg und übernahm die Gesamtführung der Rundfahrt.

Aus der ersten Verfolgergruppe sicherte sich Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) 51 Sekunden später mit einem späten Antritt den zweiten Platz, rang drei ging an Lenny Martinez (Bahrain – Victorious, +1:01 Minuten) vor dem zeitgleichen Florian Lipowitz (Red Bull – BORA – hansgrohe).

Einen Rückschlag erlitt hingegen Remco Evenepoel (Red Bull – BORA – hansgrohe). Erst konnte der Belgier dem Antritt von Vingegaard sechs Kilometer vor dem Ziel nicht folgen, im Anschluss musste er ebenfalls die Gruppe um Lipowitz ziehen lassen. Er kam mit einem Rückstand von 1:38 Minuten ins Ziel. Thomas Pidock (Pinarello – Q36) spielte im Schlussanstieg überhaupt keine Rolle.

Aufgrund von Windböen muss der Schlussanstieg verkürzt werden

Erneut mussten die Organisatoren zudem den Etappenverlauf anpassen. Nachdem bereits am Vortag die Bergankunft zur Skistation Vallter wegen Windböen gestrichen worden war, fielen die Änderung dieses Mal jedoch nicht ganz so umfangreich aus: Lediglich die letzten 2,2 Kilometer zur Bergankunft am Colle de Pal (HC-Kategorie) in 2 100 Metern Höhe mussten aus dem Programm genommen werden – erneut aufgrund von Windböen.

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Der Schlussanstieg blieb trotzdem anspruchsvoll: Statt der vorgesehenen 19,1 Kilometer standen nur 16,9 Kilometer an Kletterei an, mit einer durchschnittlichen Steigung von sieben Prozent und Passagen von bis zu zehn Prozent war der Anstieg dennoch ein Gradmesser für die Gesamtwertung. Vingegaard wurde dabei seiner Favoritenrolle gerecht.

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Vingegaard übernimmt das Gelbe Trikot

Das Klassement der Katalonien-Rundfahrt bekam nach dieser Etappe ein neues Gesicht. Der vorherige Spitzenreiter Dorian Godon (INEOS Grenadiers) spielte erwartungsgemäß auf diesem Terrain keine Rolle. Neuer Führender ist nun Vingegaard, gefolgt von Gall (+0:57 Minuten) und Martinez (+1:09 Minuten). Lipowitz rückt auf den vierten Platz vor (+1:13 Minuten), Teamkollege Evenepoel fällt auf Rang sechs zurück (+1:38 Minuten).

Das Höhenprofil der 5. EtappeFoto: Volta Ciclista a CatalunyaDas Höhenprofil der 5. Etappe

​Katalonien-Rundfahrt 2026 - Ergebnisse der 5. Etappe


2026:

Etappe 5: La Seu d'Urgell - La Molina/Coll de Pal

27.03.2026 | 153.1 km
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​So lief die 5. Etappe der Katalonien-Rundfahrt 2026

​Mit Beginn der Etappe in La Seu d’Urgell begannen die Attacken, sodass sich nach mehreren erfolglosen Versuchen am Port Colldarnat (1. Kategorie) eine Gruppe aus 22 Fahrern bildete – darunter Florian Lipowitz, Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) und Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost).

Doch weit wurde diese Gruppe nicht fahren lassen. Im Anstieg lösten sich schließlich Giulio Ciccone (Lidl-Trek), Marc Soler (UAE-Emirates-XRG), Einer Rubio (Movistar), Junior Lecerf (Soudal-Quick-Step) und Davide Piganzoli (Visma | Lease a Bike) aus der Gruppe. Sie bildeten die Fluchtgruppe des Tages.

Red Bull – BORA – hansgrohe leistete einen Großteil der Nachführarbeit auf der Etappe. | Getty Images/ Szymon GruchalskiRed Bull – BORA – hansgrohe leistete einen Großteil der Nachführarbeit auf der Etappe. | Getty Images/ Szymon Gruchalski

​​Giulio Ciccone sammelt fleißig Bergpunkte

Die Etappe beinhaltete vor der Bergankunft noch vier weitere Anstiege. Am Coll de Josa (2. Kategorie) sicherte sich Ciccone, wie bereits am Port Colldarnat, die Bergpunkte. Auch am Coll de Fumanya (1. Kategorie), 30 Kilometer später, holte sich der Italiener die volle Punktzahl. Zu diesem Zeitpunkt hatte Lecerf bereits den Kontakt zur Fluchtgruppe verloren; kurz darauf fiel auch Rubio zurück. Der Abstand zwischen dem Feld und den Ausreißer betrug zumeist rund zwei Minuten. 31 Kilometer vor dem Ziel siegte Ciccone ebenso an der Bergwertung Collada Sobirana (1. Kategorie).

Am Fuße des Schlussanstiegs betrug der Vorsprung der drei Ausreißer nur noch rund 40 Sekunden. Die Nachführarbeit übernahm größtenteils das Team Red Bull – BORA – hansgrohe. Vor dem Schlussanstieg hatte Evenepoel allerdings nur noch Jai Hindley und Florian Lipowitz an seiner Seite.

Giulio Ciccone (Lidl-Trek) setzte sich am Schlussanstieg als Solist aus der Fluchtgruppe ab. | Getty Images/ Szymon GruchalskiGiulio Ciccone (Lidl-Trek) setzte sich am Schlussanstieg als Solist aus der Fluchtgruppe ab. | Getty Images/ Szymon Gruchalski

An der Spitze setzte sich Ciccone am Colle de Pal als Solist von seinen Begleitern Piganzoli und Soler ab. Unter den Klassementfahrern forcierte Mikel Landa (Soudal Quick-Step) zehn Kilometer vor dem Ziel den ersten Angriff. Die nächste Attacke kam von Felix Gall und rief eine Gruppe um Lenny Martinez und Lipowitz hervor.

Vingegaard fährt der Konkurrenz als Solist davon

Dahinter dünnte die Favoritengruppe allmählich aus. Unter anderem fiel João Almeida (UAE Team Emirates – XRG) zurück. ​6,8 Kilometer vor dem Ziel kam dann der erwartete Angriff von Vingegaard. Zunächst konnte Evenepoel noch folgen, doch als Vingegaard zur Gruppe um Gall und Lipowitz auffuhr, zog der Däne sechs Kilometer vor dem Ziel als Solist davon – und überholte am letzten Ausreißer Ciccone.

​Hinter Vingegaard fand sich eine Gruppe um Lipowitz, Gall, Martinez und Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step), die schließlich den zweiten Etappenplatz unter sich ausmachte. Evenepoel lag noch weiter zurück - und musste für die Klassementambitionen einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen.

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