Katalonien-Rundfahrt - 4. EtappeSprint statt Bergankunft - Vernon gewinnt verkürzte Etappe

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 · 26.03.2026

Ethan Vernon gewinnt die 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt.
Foto: Getty Images/ Szymon Gruchalski
​Aufgrund von Windböen mussten die Organisatoren den Schlussanstieg zur Skistation Vallter aus dem Programm streichen. Es entwickelte sich eine Bummeletappe, an deren Ende Ethan Vernon (NSN Cycling Team) das 4. Teilstück der Katalonien-Rundfahrt im Sprint gewann.

​Ursprünglich war für die 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt eine Bergankunft an der Skistation Vallter auf 2.143 Metern Höhe vorgesehen. Doch davon mussten sich die Organisatoren verabschieden. Für den Schlussanstieg wurden Windböen von bis zu 90 km/h erwartet. Entsprechend nahm die Rennleitung den Anstieg aus dem Rennprogramm. Der neue Zielort lag somit 22 Kilometer vor der ursprünglich vorgesehenen Bergankunft, wodurch sich die Gesamtdistanz der Etappe von 173 auf 151 Kilometer verkürzte.

Ethan Vernon am cleversten im Schlusssprint

​Statt Kampf der Klassementfahrer standen am Ende die Sprinter auf ansteigender Zielpassage im Blickfeld. Die besten Beine hatte Ethan Vernon (NSN Cycling Team), der die Etappe vor Dorian Godon (INEOS Grenadiers) und Thomas Pidcock (Pinarello – Q36) gewann. Aufgrund der veränderten Zielankunft lag innerhalb des letzten Kilometers noch ein Kreisverkehr, vor dem sich Vernon ideal positionierte, als erster Fahrer herauskam und auf den verbleibenden 150 Metern bis zum Ziel nicht mehr von Godon überholt werden konnte.

​Insgesamt blieb es trotzdem ein langer Tag für das Feld. Ohne Bergankunft ließ es das Feld gemächlich angehen. Teilweise rollte das Feld mit knapp 30 km/h durch die Etappe. Am Ende stand ein Schnitt von 37,6 km/h für dieses Teilstück.

Remco Evenepoel (Red Bull - BORA - hansgrohe) nahm nach seinem Sturz am Vortag die 4. Etappe in Angriff.Foto: Getty Images/Szymon GruchalskiRemco Evenepoel (Red Bull - BORA - hansgrohe) nahm nach seinem Sturz am Vortag die 4. Etappe in Angriff.

Nach seinem Sturz im Finale der dritten Etappe nahm Remco Evenepoel (Red Bull – BORA – hansgrohe) die vierte Etappe in Angriff. Über den ruhigen Renntag dürfte er nicht unglücklich gewesen sein. Der Belgier sicherte sich trotzdem beim ersten Zwischensprint des Tages drei Bonussekunden.

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Durch die Zeitgutschrift für den zweiten Etappenplatz baute Godon seine Führung in der Gesamtwertung auf 13 Sekunden aus. Neuer Zweiter ist Pidcock, der ebenfalls einige Bonussekunden während der Etappe sammelte. Evenepoel folgt mit 14 Sekunden Rückstand auf Platz drei vor Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) mit 24 Sekunden Rückstand.

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​Katalonien-Rundfahrt 2026 - Ergebnisse der 4. Etappe

So lief die 4. Etappe der Katalonien-Rundfahrt 2026

​Es dauerte eine Weile, bis sich die Spitzengruppe des Tages formiert hatte. Die ersten Attacken wurden nach wenigen Kilometern wieder eingeholt, sodass die Klassementfahrer beim ersten Zwischensprint des Tages nach 20 Kilometern um die Bonussekunden kämpften. Die drei Sekunden sicherte sich schließlich Remco Evenepoel (Red Bull – BORA – hansgrohe) vor Thomas Pidcock (Pinarello – Q36).

​Wenige Kilometer später bildete sich eine vierköpfige Gruppe mit Merhawi Kudus (Burgos-BH), Samuel Fernández (Euskaltel-Euskadi), Baptiste Veistroffer (Lotto-Intermarché) und Koen Bouwman (Team Jayco AlUla). Gemeinsam erreichte die Gruppe die zweite Bergwertung des Tages am Alto de Sant Feliu de Codines (Kategorie 2), bei der Veistroffer nach 41 Kilometern seine Führung in der Bergwertung weiter ausbaute. Anschließend ließen sich Veistroffer und Bouwman ins Feld zurückfallen.

Merhawi Kudus (Burgos - Burpellet - BH) und Samuel Fernandez (Euskaltel - Euskadi) prägten den Großteil der Etappe.Foto: Getty Images/Szymon GruchalskiMerhawi Kudus (Burgos - Burpellet - BH) und Samuel Fernandez (Euskaltel - Euskadi) prägten den Großteil der Etappe.

Ineos kontrolliert das Rennen - Etappe lange ereignislos

​Entsprechend zogen Kudus und Fernández als Duo die Flucht fort und bekamen zeitweise bis zu drei Minuten Vorsprung zugestanden. Das Tempo der Etappe stieg im Anschluss jedoch deutlich an. Der Abstand zwischen Ausreißern und Peloton pendelte sich schließlich bei einer bis zwei Minuten ein. Das Szenario für das veränderte Etappenziel war klar: Massensprint. Kudus und Fernández wurden daher in Sichtweite gehalten, ohne das Duo einzuholen. Im Feld hielt vor allem Ineos Grenadiers alles unter Kontrolle.

Irgendwann half die Tempoverschleppung allerdings auch nicht mehr - 18 Kilometer vor dem Ziel holte das Feld Kudus und Fernández ein. Fortan formierten sich die Teams mit Ambitionen für den Tagessieg, es kam zunehmend mehr Zug ins Rennen - insbesondere, da 14 Kilometer vor dem Ziel noch ein Bonussprint anstand, den sich Pidcock sicherte. Am Ende machten die Sprinter den Tagessieg unter sich aus.

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