Interview mit Marius Mayrhofer“Mein Sieg war ein Signal”

Tim Farin

 · 29.12.2023

Interview mit Marius Mayrhofer: “Mein Sieg war ein Signal”Foto: DPA Picture Alliance
Marius Mayrhofer, 23, gewann im Januar das Cadel Evans Great Ocean Race. Der World-Tour-Sieg in Australien war sein erster bei den Profis. Im Gespräch verrät er, warum er nun das Team wechselt.

Das Interview führte Tim Farin.

TOUR: Sie haben im Januar Ihr erstes World-Tour­-Rennen gewonnen, das Cadel Evans Great Ocean Race in Australien. Waren Sie selbst überrascht davon?

Marius Mayrhofer: Nein, ich hatte mir das schon zugetraut. Dabei hatte ich eigentlich in Australien für Patrick Bevin fahren ­sollen. Aber der war beim Kriterium zur Tour Down Under gestürzt. Dann bin ich bei der Tour als Leader eingesprungen und zweimal trotz schwieriger Positionen in die Top Ten gefahren.



TOUR: Was hat sich für Sie durch den Erfolg geändert?

Marius Mayrhofer: Das war für mich ein Riesensignal: Ich hatte meinen ersten Profisieg, dazu gleich einen World-Tour-Sieg, das war gut. Nur war das alles bei den Klassikern schon wieder vergessen. So ein Sieg bringt im Rennen keine Vor- oder Nachteile. Den Giro habe ich dann zwar bestanden, aber nichts gewonnen. Und danach lief gar nichts mehr wie geplant.

TOUR: Sie wechseln 2024 das Team, gehen zu Tudor und ­damit eine Liga abwärts. Was spricht dafür?

Marius Mayrhofer: Auf dem Papier ist es ein kleineres Team. Aber ich sehe, welche Entwicklung viele Fahrer dort machen. Die Mannschaft hat sehr früh Interesse an mir gezeigt, unabhängig vom Sieg in Australien. Ich habe das Gefühl, dass sie an mich glaubt. Und ich glaube, dass Tudor viel Potenzial hat und ich mich dort verbessern kann, menschlich und vor allem auch physisch. Mein Ziel ist es, mich in Richtung Klassiker zu ent­wickeln.

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