In Flanders FieldsWiebes geht in die Offensive und gewinnt trotzdem

Sebastian Lindner

 · 29.03.2026

In Flanders Fields: Wiebes geht in die Offensive und gewinnt trotzdemFoto: Getty Images / Tim de Waele
Lorena Wiebes gewinnt aus der Spitzegruppe heraus In Flanders Fields - In Wevelgem.
Anstatt im Feld zu bleiben und sich auf ihren Sprint zu verlassen, hat Lorena Wiebes (SD Worx - Protime) bei In Flanders Fields - In Wevelgem den Sprung in die Ausreißergruppe gewagt und trotzdem gewonnen. Aus einer fünfköpfigen Gruppe heraus verwies sie Fleur Moors (Lidl - Trek) und Karlijn Swinkels (UAE Team - ADQ) auf die Plätze.

Es dürfte auf einiges an Frust bei der Niederländerin dabei gewesen sein, nachdem sie bei Mailand-Sanremo und vor allem der Ronde van Brugge nicht ihre gewohnte Stärke an den Tag legen konnte. Bei Flanders Fields, dem früheren Gent-Wevelgem, war sie jedoch nicht zu schlagen. Es war ihr dritter Sieg in Serie.

Den vorentscheidenen Move hatte Wiebes dabei schon 35 Kilometer vor dem Ziel am Kemmelberg gemacht. Dort bildete sich die Gruppe, die letztlich um den Sieg fuhr. “Am Kemmel hatte ich gute Beine, also dachte ich mir: Ich ziehe weiter durch”, so die Siegerin in ihrem Interview. “Wir waren mit einer schönen Gruppe unterwegs und haben gut zusammengearbeitet. Erst auf den letzten Kilometern machte es mir UAE richtig schwer. Als Gasparrini attackierte, konnte ich nicht sofort reagieren. Ich musste erst einmal ein gutes Tempo finden, um mich nicht zu verausgaben. Auf dem letzten Kilometer wollte dann niemand mehr übernehmen, was logisch ist. Deshalb habe ich ziemlich früh angegriffen, aber es hat gereicht.”

Franziska Koch (FDJ United - Suez) kam mit dem Hauptfeld ins Ziel, das durch die Stehversuche in der Spitzengruppe noch bis auf 17 Sekunden herangekommen war. Sie beendete das Rennen als 13.

In Flanders Fields - In Wevelgem 2026 - Ergebnisse


2026:

In Flanders Fields - In Wevelgem: Wevelgem - Wevelgem

29.03.2026 | 135.2 km
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So lief in Flanders Fields - In Wevelgem 2026

Das Profil von In Flanders Fields - in Wevelgem 2026Foto: Flanders ClassicsDas Profil von In Flanders Fields - in Wevelgem 2026

Zunächst bestimmte eine vierköpfige Ausreißergruppe das Rennen, zur ihr gehörte Lea Lin Teutenberg (Lotto Intermaché Ladies). Sie und ihre Gruppe bauten einen Vorsprung von bis zu fünf Minuten auf, wurde jedoch noch vor der entscheidenden Phase gestellt. Viele Stürze bestimmten in der Folge das Bild, vor allem SD Worx war davon betroffen. Deshalb suchte auch Wiebes erstaunlich früh die Offensive, denn Helferinnen, die mögliche Ausreißerinnen zurückholen konnten, waren ihr kaum geblieben.

Schon auf auf dem ersten Schotterabschnitt ging Wiebes nach vorne - Elisa Balsamo (Lidl - Trek), in den vergangenen beiden Jahren jeweils hinter der Niederländerin, war dabei wie ein Schatten immer am Hinterrad. Das änderte sich aber, als es zum zweiten und letzten Mal über den Kemmelberg ging. Wiebes hatte sich an die Spitze des Feldes gesetzt. Nur Moors, Swinkels, Eleonora Gasparrini (UAE Team ADQ) und Elise Chabbey (FDJ United - Suez) konnten ihr folgen. Balsamo und auch Charlotte Kool (Fenix-Premier Tech) konnten dem Tempo nicht folgen.

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100 Kilometer waren da gefahren, 35 noch zu gehen. Die Berge, Kopfsteinpflaster und Gravelsektoren waren aber durch. Und weil die großen Teams überwiegend vorne vertreten waren, fand sich in der Nachführarbeit im Feld nicht genug Power, um die Ausreißerinnen zurückzuholen. So blieb auf den letzten Kilometern noch Zeit, zu taktieren. Doch die Attacken auf Wiebes blieben übersichtlich, lediglich Gasparrini versuchte der Sprintqueen zu entkommen. Die fuhr das Loch selbst zu und hatte dann auch noch die Power, das Rennen für sich zu entscheiden.

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