Die Rennen in der Disziplin Gravel ziehen auch die weltbesten Radprofis an. Wenige Wochen nach dem letzten Straßenrennen seiner Karriere hat sich auch Romain Bardet versucht - äußerst erfolgreich. Der 34-jährige Franzose gewann das Monsterrando im italienischen Piemont. Das Rennen zählt zur UCI Gravel World Series. Nach langer Solofahrt lag er im Ziel nach 120 Kilometern Distanz 28 Sekunden vor dem tschechischen Vorjahressieger Petr Vakoc, der früher für die Teams Alpecin und Quick-Step Straßenrennen fuhr. Bester Deutscher war Tim Wollenberg als Neunter, 4:12 Minuten zurück.
Es war erst das zweite Start in einem Gravel-Rennen für den Zweiten der Tour de France 2016. Bardet hatte erst eine Woche zuvor das Grit’n’Grind in Schweden bestritten, bei dem er auf Rang zehn landete. Mit seinem erfolgreichen Einstieg in die Rennen auf Schotter könnte er auch zum Favoritenkreis der nächsten Gravel-WM zählen, die am 12. Oktober 2025 im holländischen Limburg stattfindet, nahe der deutschen Grenze bei Aachen. Die Titelträger bisher waren Gianni Vermeersch (Belgien), Matej Mohoric (Slowenien) und zuletzt der niederländische Ex-Straßen-Weltmeister Mathieu van der Poel. Laut der französischen Internetseite lequipe.fr plant Bardet einen Start in Limburg, sofern er eine Einladung erhält oder für das französische Team nominiert wird.

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