15 Jahre Gefängnis drohen einem Autofahrer, der vorsätzlich zwei Movistar-Fahrer überfahren hat. Die Tat ereignete sich im Juli 2022 auf einer Straße in Murcia , als ein pensionierter Polizist, Alejandro Valverde und ein weiteres Mitglied seiner Trainingsgruppe nach einem Überholmanöver in eine Auseinandersetzung gerieten. Der Angeklagte hat die beiden anschließend mit seinem Auto überfahren.
Die Staatsanwaltschaft fordert für den Angeklagten eine Gesamtstrafe von fünfzehn Jahren und drei Monaten Haft wegen zweier versuchter Tötungen und der Straftat des rücksichtslosen Fahrens. Die Folgen des Unfalls wurden dokumentiert: Valverde, der derzeitige Radsporttrainer des Spanischen Nationalteams, zog sich Verletzungen zu, die eine Heilungsdauer von 30 Tagen erforderten, während sein Teamkollege erst nach 412 Tagen vollständig genesen war. Die Anklage steht bevor, nachdem eine Einigung vorerst gescheitert ist. In Murcia endete die vom Provinzgericht einberufene Anhörung zur Erzielung einer Einigung ohne Erfolg.
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In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Efe widersprach der Verteidiger des Angeklagten der Einschätzung der Staatsanwaltschaft. Seiner Ansicht nach habe in dem vorliegenden Verhalten niemals eine Tötungsabsicht bestanden, weshalb er davon ausgehe, dass das Geschehen lediglich den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllen würde.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Alejandro Valverde in seinem letzten Karrierejahr und bereitete sich auf seine letzte Vuelta a España vor. Der spanische Radsportverband Real Federación Española de Ciclismo (RFEC) hatte Valverde 2025 als Trainer verpflichtet. Valverde unterzeichnete damals einen Vertrag über vier Jahre und wird somit die spanische Auswahl bei den kommenden Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Olympischen Spielen betreuen. Der Mann aus Murcia bringt eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit: Weltmeister 2018, siebenmaliger WM-Medaillengewinner und zehnmal unter den Top Ten bei Weltmeisterschaften. Diese Erfahrungen sollen nun der spanischen Nationalmannschaft zugutekommen.

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