Radsport im AprilDiese Rennen der Männer darfst du nicht verpassen

Leon Weidner

 · 31.03.2026

Radsport im April: Diese Rennen der Männer darfst du nicht verpassenFoto: Getty Images/Pim Waslander
Die anstehenden Monumente werden auch ein Duell der beiden Radstars Tadej Pogačar und Mathieu van der Poel
Der April 2026 ist im Profi-Radsport der Monat, in dem sich die Klassiker-Saison zuspitzt und gleichzeitig wichtige Rundfahrten die Form für die Grand Tours testen. Hier sind die wichtigsten und sehenswertesten Rennen.

Im April geht es richtig rund im Profizirkus. Gleich drei Monumente finden in diesem Monat statt, neben den etwas kleineren Eintagesrennen sind es die absoluten Highlights, die man auf keinen Fall verpassen darf. Aber auch einige Rundfahrten dürften spannend werden. Mit der Tour of the Alps ist sogar ein Rennen, das nicht der WorldTour angehört, ein absoluter Tipp aus der Redaktion.

Diese Eintagesrennen darfst du nicht verpassen

Dwars door Vlaanderen (1. April 2026)

Der Auftakt in den flämischen Klassiker-Reigen ist kurz, intensiv und oft chaotisch – genau richtig, um in die ganz große Kopfsteinpflaster-Stimmung zu kommen. Außerdem ist es ein perfekter Vorgeschmack, auf das was direkt am Osterwochenende folgt.

Flandern-Rundfahrt (5. April 2026)

Ein Monument, ein Mythos, ein Saisonhöhepunkt: Hellingen, Kopfsteinpflaster und ein Finale, das jedes Jahr Geschichte schreiben kann. Das Duell der beiden Giganten Tadej Pogačar und Mathieu van der Poel steht wieder im Mittelpunkt.

Paris-Roubaix (12. April 2026)

Die Hölle des Nordens ist der ultimative Klassiker. Wer hier gewinnt, gewinnt nicht nur ein Rennen, sondern einen Platz im Radsport-Olymp. Van der Poel ist dies in den letzten drei Jahren geglückt. Wem dieses Rennen in der Palmares noch fehlt: Tadej Pogačar. Das Monument dürfte ein absoluter Krimi werden.

Amstel Gold Race (19. April 2026)

Mit den hügeligen Straßen in Limburg startet die Ardennen-Trilogie: ein Rennen für explosive Fahrer, kluge Taktik und starke Teams. Hier gewinnt nicht immer der Stärkste, wie Mattias Skjelmose im vergangenen Jahr bewies.

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La Flèche Wallonne (22. April 2026)

Hier ist fast alles auf einen Moment zugespitzt: die berüchtigten Mur de Huy. Kurz, steil, entscheidend – und deshalb so faszinierend. Es mag zwischen den beiden großen Rennen der Ardennen zwar etwas unbedeutender sein, der Ausgang und die Spannung sind aber nichtsdestotrotz gegeben.

Liège-Bastogne-Liège (26. April 2026)

„La Doyenne“ ist der majestätische Abschluss der Ardennen-Woche: lang, selektiv, oft gnadenlos – und ein echter Gradmesser für die Besten. Es ist außerdem der Abschluss der Frühjahrs-Monumente, danach geht es für viele Fahrer in die finale Vorbereitung auf die dreiwöchigen Rundfahrten.

Diese Rundfahrten haben es in sich

Die Abfahrten bei der Tour of the Alps liefern spektakuläre BilderFoto: Getty Images/Tim de WaeleDie Abfahrten bei der Tour of the Alps liefern spektakuläre Bilder

Baskenland-Rundfahrt (6. - 11. April 2026)

Das Baskenland liefert traditionell kurze, harte Etappen mit vielen Anstiegen. Wer hier konstant stark ist, zeigt, dass die Rundfahrt-Beine schon sehr weit sind.

Tour of the Alps (20. - 24. April 2026)

Die Tour of the Alps gilt als bergiger, hochwertiger Formtest Richtung Giro d’Italia: weniger Show, dafür viel Sport – und oft ein Starterfeld, das richtig Lust auf die Klettersaison macht. Die Rundfahrt ist zwar kein Rennen der WorldTour, liest sich aber traditionell mit den Aufgeboten der Teams wie eines.

Romandie-Rundfahrt (28. April - 3. Mai 2026)

Die Romandie startet Ende April und läuft bis Anfang Mai. Sie kombiniert typischerweise Zeitfahren mit schweren Tagen im Gebirge – ideal, um Form und Stabilität für die nächsten großen Aufgaben zu überprüfen. In diesem Jahr fährt voraussichtlich sogar Tadej Pogačar die Rundfahrt in der Schweiz.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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