Die traditionsreiche Veranstaltung “Ball des Sports” vereinte mehr als 100 aktive und ehemalige Spitzenathletinnen und -athleten aus olympischen, paralympischen, deaflympischen und nicht-olympischen Disziplinen. Unter den prominenten Gästen befand sich auch Fußballstar und Sporthilfe-Aufsichtsrat Jürgen Klopp, der bei den Besuchern für Selfies besonders begehrt war. Auch Ex-Bahnradfahrerin Kristina Vogel (35) feierte in Frankfurt mit. Die deutsche Wirtschaft war mit Vorstandsmitgliedern sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern führender nationaler und internationaler Unternehmen vertreten. Mehr als 150 Unternehmen beteiligten sich als Sponsoren und Partner am Gala-Programm und der traditionellen Tombola, die vom Nationalen Förderer Deutsche Post präsentiert wurde. Die Tombola-Preise hatten einen Gesamtwert von rund 300.000 Euro.
Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung der prestigeträchtigen "Goldenen Sportpyramide" an Biathlon-Legende Fritz Fischer aus Ruhpolding. Der mit 25.000 Euro dotierte Ehrenpreis würdigt seine herausragenden sportlichen Erfolge als Olympiasieger und Weltmeister, seine Verdienste als langjähriger Erfolgstrainer sowie sein gesellschaftliches Engagement.
Für die Stiftung Deutsche Sporthilfe stellt der Ball des Sports das wichtigste Ereignis des Jahres dar – sowohl aus finanzieller als auch aus ideeller Sicht. Mit einem jährlich erzielten sechsstelligen Benefizerlös leistet die Veranstaltung einen zentralen Beitrag zur Förderung der besten deutschen Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und -athleten. Das eingenommene Geld unterstützt die Sporthilfe dabei, einen Kreis von rund 2.000 deutschen Athleten durch individuelle Förderung zu begleiten.
Gleichzeitig bietet der Ball des Sports eine einzigartige Plattform für Wertschätzung, Austausch und Vernetzung. Bei der Samstagabendveranstaltung sollen Wirtschaftsführer und Politiker mitbekommen, welche Attribute Sportlerinnen und Sportler in die Gesellschaft einbringen können und wie wichtig eine nachhaltige Förderung für den deutschen Spitzensport ist.
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Die Bedeutung der Sporthilfe für den deutschen Spitzensport zeigt sich eindrucksvoll bei den aktuellen Olympischen Winterspielen: Alle 184 deutschen Olympia-Starterinnen und -starter der Spiele 2026 wurden im Laufe ihrer Karriere von der Sporthilfe unterstützt. Aktuell erhalten 173 der 184 Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer (94 Prozent) Unterstützung durch die Stiftung. Die Gesamtfördersumme aller deutschen Olympia-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer beläuft sich über alle Förderjahre hinweg auf rund 8 Millionen Euro. Während der laufenden Olympiade (1. März 2022 bis 28. Februar 2026) wurden rund 3,6 Millionen Euro an Förderleistungen an das Olympia-Team ausgeschüttet.
Eine bedeutende Neuerung bei diesen Olympischen Spielen: Die Sporthilfe-Medaillenprämien wurden deutlich erhöht und sind dank eines Beschlusses des Deutschen Bundestags seit diesem Jahr erstmals steuerfrei. Für eine Goldmedaille erhalten Athletinnen und Athleten nun 30.000 Euro (zuvor 20.000 Euro), für Silber 20.000 Euro (zuvor 15.000 Euro) und für Bronze 10.000 Euro. Die geplante Prämiensumme fällt bei diesen Spielen damit so hoch aus wie nie zuvor.
Die Sporthilfe unterstützt Sportlerinnen und Sportler mit verschiedenen, auf die jeweilige Karrierephase abgestimmten Förderprogrammen. Die ElitePlus-Förderung ist die höchste Förderstufe und unterstützt seit Mai 2025 Medaillenaspirantinnen und -aspiranten ohne Sportförderstellen bei Bundeswehr, Zoll oder Polizei mit 1.000 Euro zusätzlich im Monat.
46 Top-Athletinnen und -Athleten der aktuellen Olympiamannschaft wurden im Laufe ihrer Karriere im Rahmen der Elite-Förderung unterstützt, 64 der Olympiastarterinnen und -starter profitierten bereits in einer frühen Phase ihrer Karriere von der Nachwuchselite-Förderung. Darüber hinaus wurden 25 studierende Athletinnen und Athleten über das Sport-Stipendium der Sporthilfe mit monatlich 300 Euro gefördert.
Ergänzend zur Sporthilfe-Förderung wurden auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2026 insgesamt 68 Athletinnen und Athleten der deutschen Olympiamannschaft mit Bundesmitteln unterstützt. Im aktuellen Olympiazyklus (seit März 2022) flossen 685.250 Euro an Bundesmitteln direkt an Athletinnen und Athleten der aktuellen Olympiamannschaft.
Seit ihrer Gründung 1967 ist die Stiftung Deutsche Sporthilfe die wichtigste private Sportförderinitiative in Deutschland. Mit verantwortungsbewussten und kreativen Förderkonzepten, die kontinuierlich den Rahmenbedingungen der Athletinnen und Athleten angepasst werden, unterstützt sie sowohl finanziell als auch bei der Karriereplanung und in der Persönlichkeitsentwicklung.
Geförderte Sportlerinnen und Sportler sind zu 90 Prozent an deutschen Erfolgen bei internationalen Wettkämpfen beteiligt. Die beeindruckende Bilanz umfasst 294 Goldmedaillen bei Olympischen Spielen sowie 372 Goldmedaillen bei den Paralympics.
Der 55. Ball des Sports unterstrich einmal mehr die zentrale Bedeutung dieser Förderung und die enge Verbindung zwischen Sport, Wirtschaft und Gesellschaft – eine Partnerschaft, von der letztlich alle Beteiligten profitieren und die den deutschen Spitzensport auch in Zukunft erfolgreich machen soll.

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