Alkohol-UnfallJan Ullrich drohen 18 Monate Haft

Unbekannt

 · 29.05.2015

Alkohol-Unfall: Jan Ullrich drohen 18 Monate HaftFoto: Blick

Ex-Radprofi Jan Ullrich steht Ärger ins Haus: Im Zusammenhang mit seinem Verkehrsunfall vom 19. Mai 2014 in Mattwil im Schweizer Kanton Thurgau, erhebt die Staatsanwaltschaft Bischofszell gegen ihn Anklage. Er hatte 2014 in betrunkenem Zustand zwei Fahrzeuge gerammt und schwer beschädigt. Ihn erwarten 18 Monate Gefängnis auf Bewährung.

Laut einer offiziellen Mitteilung hat die Schweizer Staatsanwaltschaft Bischofszell ihre Untersuchungen abgeschlossen und erhebt gegen Jan Ullrich beim Bezirksgericht Weinfelden Anklage wegen "vorsätzlicher grober Verletzung der Verkehrsregeln und mehrfachen vorsätzlichen Fahrens in qualifiziert fahrunfähigem Zustand".

Die Staatsanwaltschaft fordert 18 Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt auf eine Bewährungszeit von vier Jahren. Sollte Ullrich in dieser Zeit erneut schwer gegen das Verkehrsgesetz verstoßen oder eine Straftat begehen, muss er ins Gefängnis. Außerdem muss er mehrere tausend Euro Bußgeld zahlen.

Die Anklage beim Bezirksgericht Weinfelden erfolgt im abgekürzten Verfahren. Das bedeutet Jan Ullrich hat den Alkoholunfall zugegeben und sich bereit erklärt die zivilrechtlichen Ansprüche der Unfallopfer anzuerkennen. Außerdem akzeptiert er die 18-monatige Gefängnisstrafe auf Bewährung um das Verfahren abzukürzen. Jetzt liegt es am Bezirksgericht Weinfelden, ob die Strafe in Kraft tritt.

"Die Anklageschrift wurde heute abgeschickt und ist nächste Woche beim Gericht. Das Gericht kann dann entscheiden, ob die Forderung angemessen ist oder nicht. Falls sie die Forderung akzeptiert, wird die Strafe rechtsgültig", erklärte Gerichts-Sprecher Stefan Haffter gegenüber TOUR.

Am 19. Mai 2014, kurz nach 20 Uhr, fuhr Jan Ullrich mit überhöhter Geschwindigkeit und - zum zweiten Mal an diesem Tag - unter Alkoholeinfluss stehend von Happerswil in Richtung Illighausen. Bei der Kreuzung K103/K105 in Mattwil/TG kollidierte er zuerst mit dem Heck eines bei der Kreuzung stehenden Fahrzeuges und danach frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug (TOUR berichtete).