Raymond Poulidor gilt als der Liebling der Franzosen. Er gewann in den 1960er- und 1970er Jahren 195 Rennen, aber nie die Tour de France und trug auch nie das Gelbe Trikot. Das schaffte sein Enkel Mathieu van der Poel, der der Sohn von Adrie van der Poel ist - einst erfolgreicher Klassikerjäger. Und auch Mathieus Bruder David van der Poel war als Radprofi aktiv.
Stephen Roche ist der bislang einzige irische Tour-de-France-Sieger. Sein Sohn Nicolas Roche war ebenfalls als Radprofi aktiv. Erfolgreicher war aber dessen Cousin Daniel Martin.
Der Luxemburger Johny Schleck fuhr bei der Tour de France einst an der Seite von Stars wie Jan Janssen oder Luis Ocana. Seine Söhne haben ebenfalls ihre Spuren im Radsport hinterlassen. Andy Schleck ist sogar Tour-de-France-Sieger und auch sein Bruder Fränk trug das Gelbe Trikot.
Erik Zabel sorgte in den 1990er Jahren mit für den Radsport-Boom in Deutschland. Sein Sohn Rick kommt zwar nicht an die Erfolge seines Vaters heran, ist aber dennoch aktuell der populärste deutsche Fahrer.
Die nächste Familien-Geschichte führt nach Italien zu den Fidanzas. Vater Giovanni war selbst Profi und gewann eine Etappe der Tour de France. Seine beiden Töchter Arianna und Martina zog es ebenfalls in den Profi-Radsport, wo der Vater sogar zwischenzeitlich ihr Teamchef war.
Eddy Merckx gilt für viele als größter Radsportler der Geschichte. Sein Sohn Axel Merckx vermochte die großen Fußstapfen seines Vaters nie auszufüllen und fand seine Erfüllung erst nach dem Ende seiner Karriere.
Davis Phinney machte sich in den 1980er Jahren als Sprinter bei 7-elven einen Namen. Seine Frau Connie Carpenter-Phinney holte im Frauen-Straßenrennen bei Olympia 1984 Gold. Davis Phinney erkrankte jedoch später an Parkinson. Sein Sohn Taylor Phinney machte vor allem mit Erfolgen im Zeitfahren auf sich aufmerksam, beendete seine Karriere allerdings bereits mit 29 Jahren.
Mariano Martinez feierte einst Erfolge bei der Tour de France. Sein Sohn Miguel Martinez machte sich vor allem auf dem Mountainbike einen Namen, während dessen Bruder Yannick Martinez ebenfalls als Radprofi aktiv war. Lenny Martinez, der Sohn von Miguel, machte jüngst bei der Vuelta a Espana von sich reden.
Klaus Ampler und sein Sohn Uwe Ampler haben den DDR-Radsport geprägt. Beide gewannen die Friedensfahrt. Im Profi-Bereich fand sich Uwe Ampler, dessen Karriere nach einem positiven Dopingtest endete, jedoch nie richtig zurecht.
Walter, Willy und Eddy Planckaert feierten alle große Erfolge als Radsportler - die beeindruckendste Laufbahn legte Eddy hin. Sein Familienleben wurde später zum Serienerfolg. Auch sein Sohn Francesco war Radprofi, genau wie Jo Planckaert, der Sohn von Willy Planckaert.