Schlagabtausch der StarsLipowitz, Almeida, Onley und Ayuso bei der Volta ao Algarve 2026

Leon Weidner

 · 18.02.2026

Schlagabtausch der Stars: Lipowitz, Almeida, Onley und Ayuso bei der Volta ao Algarve 2026Foto: Getty Images/Tim de Waele
Auch ein Einzelzeitfahren wird es bei der Volta ao Algarve geben
Die Volta ao Algarve findet vom 18. bis 22. Februar 2026 statt und ist auf den ersten Blick ein zweitklassiges Rennen. Die Aufgebote der Teams jedoch lesen sich wie ein Top-Rennen. Um den Gesamtsieg wird unter anderem der Tour-Dritte Florian Lipowitz fahren, hat mit Almeida, Onley und Ayuso aber gleich drei starke Konkurrenten. Auch die Sprint-Elite steht am Start, sowie zahlreiche deutsche Fahrer.

Die portugiesische Algarve-Rundfahrt verspricht mit den Aufgeboten der WorldTour Teams ein echter Krimi zu werden. Die traditionsreiche Vorbereitungs-Rundfahrt nutzten zwar auch in den vergangenen Jahren vereinzelt Top-Fahrer um sich auf die großen Highlights der Saison vorzubereiten - so viele Stars wie in diesem Jahr standen jedoch noch nie am Start. Neben der Neuauflage des Duells um das Tour de France Podium zwischen Florian Lipowitz und Oscar Onley, stehen auch João Almeida und Juan Ayuso im Aufgebot ihrer Mannschaften. Auch hier gibt es noch sportlichen Klärungsbedarf. Im letzten Jahr noch zusammen beim Team UAE Emirates - XRG bei der Spanien-Rundfahrt unterwegs, krachte es teamintern so richtig. Ayuso verweigerte seinem Teamkollegen nahezu die gesamte Vuelta über seine Helferdienste - im Anschluss lösten das Team und das junge spanische Talent seinen bestehenden Vertrag auf. Sein neues zu Hause: das neuerdings unter deutsche Lizenz antretende Team Lidl - Trek.



​Favoritenkreis und Nachwuchstalente

Der junge Franzose gewann 2025 bereits die Bronzemedaille beim Straßen-EM RennenFoto: Getty Images/Billy CeustersDer junge Franzose gewann 2025 bereits die Bronzemedaille beim Straßen-EM Rennen

Neben den vier genannten Favoriten ist die Volta ao Algarve auch ein Magnet für vielversprechende Nachwuchstalente. Paul Seixas ließ bereits in der letzten Saison aufblitzen, dass mit ihm zu rechnen ist. Der erst 19-jährige Franzose belegte beim Elite-Rennen der Europameisterschaften hinter Tadej Pogačar und Remco Evenepoel den dritten Platz und zeigte eindrucksvoll, was in den nächsten Jahren noch kommen könnte. Ganz ähnlich: Kévin Vauquelin, der seit diesem Jahr für Ineos Grenadiers fährt. Bei der Tour de Suisse unterlag er Almeida nur knapp, konnte bei der Tour einen starken siebten Platz einfahren und bildet mit Oscar Onley ein unglaublich talentiertes Duo in seinem neuen Rennstall. Auch Decathlon hat neben Paul Seixas noch ein zweites Ass im Ärmel. Matthew Riccitello ist ein weiterer großer Name, wenn es um die besten Nachwuchsfahrer geht.

Auch die Sprinter kommen nach Portugal

Neben den vielen Gesamtklassement-Fahrern, die sich um den Rundfahrt-Sieg streiten werden, dürften die 1. und 4. Etappe etwas für die endschnellen Männer sein. Zwei von fünf Etappen mit erwartetem Massensprint - das ist heutzutage ein gutes Verhältnis aus Sicht der Sprinter. Genau deshalb verschlägt es auch Jasper Philipsen, Arnaud de Lie, Jordi Meeus und Paul Magnier an die Algarve. Zwei Etappensiege für vier absolute Top-Sprinter, wer rechnen kann merkt schnell: da werden welche leer ausgehen.

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Ganze 10 Etappensiege bei der Tour de France hat der Belgier auf dem KontoFoto: Getty Images/Tim de WaeleGanze 10 Etappensiege bei der Tour de France hat der Belgier auf dem Konto

Aber nicht nur die großen Sprinternamen kommen, um einen Etappensieg mitzunehmen. Auch die deutschen Sprinter haben kleine Außenseiterchancen. Neben Pascal Ackermann, der mit seinem neuen Team Jayco AlUla am Start steht, ist auch Tim Torn Teutenberg dabei. Beide könnten bei perfektem Verlauf eine Chance auf den großen Coup haben. Unter den deutschen Profis scheint die Rundfahrt generell beliebt zu sein - gleich 10 Fahrer sind in den Aufgeboten ihrer Mannschaften dabei.

Insgesamt dürfte es auf allen fünf Etappen spannend werden. Ob für die Sprinter auf Etappe 1 und 4, oder im Kampf um das Gesamtklassement auf Etappe 2, 3 und 5. Mit zwei Bergankünften und einem Einzelzeitfahren ist es die perfekte Vorbereitungstour auf das was da in diesem Jahr noch kommt.

Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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