Tirreno-Adriatico - 4. EtappeVan der Poel auch im Sprint nicht zu schlagen

Sebastian Lindner

 · 12.03.2026

Mathieu van der Poel hat die 4. Etappe von Paris-Nizza gewonnen.
Foto: Getty Images / Tim de Waele
Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) hat sich bei Tirreno-Adriatico seinen zweiten Etappensieg gefeiert. Das vierte Teilstück endete im Sprint einer großen Gruppe, in der die meisten GC-Fahrer vertreten waren. Trotzdem gab es einen Wechsel an der Spitze der Gesamtführung.

Neuer Mann im Maglia Azzurra ist Giulio Pellizzari (Red Bull - BORA - hansgrohe), der hinter van der Poel auf Rang zwei sprintete und sich aufgrund der Bonussekunden an Issac Del Toro (UAE Team Emirates - XRG) vorbeischob. Zwei Sekunden trennen die beiden nun. Dritter ist Pellizzaris Temkollege Primz Roglic, der an Magnus Sheffield (INEOS Grenadiers) und Alan Hatherly (Team Jayco AlUla) vorbeizog, die beide nicht in der Spitzengruppe vertreten waren. Er liegt 21 Sekunden zurück.

“​Es war ein ziemlich harter Tag mit einer starken Ausreißergruppe. Das Tempo war den ganzen Tag über sehr hoch”, sagte van der Poel nach seinem Rennen. “Am Ende hat Visma wirklich gute Arbeit geleistet. Ich konnte ein bisschen riskieren, weil ich meine Etappe bereits gewonnen hatte. Ich habe einfach auf den Sprint gewartet und ich glaube, ich habe auf dem letzten Kilometer alles perfekt gemacht.”

Die kommende Aufgabe dürfte für van der Poel dann aber doch eine Nummer zu groß werden. Auf der 5. Etappe wartet zwar immer noch nicht die erste Bergankunft der Rundfahrt, doch fehlt dafür nicht viel. Nach dem letzten Berg warten nur noch zwei Kilometer Abfahrt. Es wird also wieder klassementrelevant. Und darauf freut sich ganz besonders der neue Leader. “​Ich möchte dieses Trikot genießen und bin mir sicher, dass ich das morgen zum ersten Mal in dieser Position in meiner Heimatregion tun werde”, so Pellizzari. “Es wird emotional und fantastisch werden. Das Rennen verlief auf dem letzten Anstieg sehr schnell, ich fühlte mich gut, wollte angreifen und dachte, Del Toro würde es zuerst versuchen. Das tat er auch, und ich folgte ihm. Was ich in letzter Zeit am meisten verbessert habe, ist meine Positionierung, dank meiner Teamkollegen, und das war der Schlüssel zum Gewinn des Leadertrikots heute.”

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So lief die 4. Etappe von Tirreno-Adriatico 2026

Das Profil der 4. Etappe von Tirreno-Adriatico 2026Foto: RCSDas Profil der 4. Etappe von Tirreno-Adriatico 2026

Bei heute wieder anständigem Radfahrwetter gab es gleich zu Beginn mehrere Attacken, aus denen schließlich eine elfköpfige Spitzengruppe herausging. Und die war durchaus prominent besetzt. Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility), Timo Kielich (Team Visma | Lease a Bike), Tibor del Grosso (Alpecin-Premier Tech) sowie Laurenz Rex (Soudal Quick-Step) waren die prominentesten Namen dabei. Maximal dreieinhalb Minuten Vorsprung konnte sich diese Gruppe herausarbeiten.

Über die beiden langen Berge arbeitete die Gruppe gut zusammen. Doch als es auf den letzten 50 Kilometern auf die kleineren, aber steilen Wellen zuging, war es um die Einheit geschehen. Am zweitletzten Anstieg war es dann Jakub Otruba (Caja Rural - Seguros RGA) , der es dann als Solist versuchte. Und die Verfolger sahen sich zunächst nur an, so kam auch das Peloton auf eine Minute heran und machgte sich wieder Hoffnungen auf den Tagessieg.

Ausreißer werden am letzten Anstieg gestellt

20 Kilometer vor dem Ende hatte Otruba eine halbe Minute Vorsprung auf die Verfolger, das Peloton hatte seinen Abstand auf 50 Sekunden verringert. 14 Kilometer vor dem Ziel war dann aber für alle Schluss. In den letzten Anstieg hinein, der kurz darauf folgte, fuhr Visma mit richtig Tempo rein. Matteo Jorgenson war es, der die Gruppe sprengte, aber ein Tempo fuhr, das Wout van Aert ebenfalls mitgehen konnte. Kurz vor der Kuppe beschleunigte Del Toro nochmal, konnte die auf zwölf Mann geschrumpfte Gruppe aber nicht weiter verkleinern.

Stattdessen rollten in der Folge wieder einzelne Fahrer von hinten heran, dennoch waren es überwiegend die Klassementfahrer, die sich dort aufhielten. So fuhren 14 Kilometer gemeinsam auf den letzten Kilometer. Dort eröffnete Jan Christen (UAE Team Emirates - XRG) das absolute Finale. Doch schnell wurde reagiert und das Loch zugefahren. Und dann setzte schon van der Poel zum Sprint an. 300 Meter von vorne - kein Problem für den Cross-Weltmeister, der auch schon die 2. Etappe gewonnen hatte.

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