Paris-Nizza - 2. EtappeKanter feiert größten Sieg der Karriere

Sebastian Lindner

 · 09.03.2026

Paris-Nizza - 2. Etappe: Kanter feiert größten Sieg der KarriereFoto: Getty Images / Szymon Gruchalski
Max Kanter gewinnt die 2. Etappe von Paris-Nizza 2026.
Max Kanter (XDS Astana Team) hat die 2. Etappe von Paris-Nizza gewonnen und damit seinen bislang größten Sieg gefeiert. Der 28-Jährige war im Sprint in Montargis schneller als Laurence Pithie (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step).

Unmittelbar nach Überquerung der Ziellinie in Montargis nach 187 Kilometern schlug sich Kanter mit der Hand ungläubig gegen den Helm. Gerade hatte er zum ersten Mal ein Rennen auf WorldTour-Niveau gewonnen. Insgesamt war es sein dritter Sieg. Es war mit Abstand der bedeutenste. “So ein prestigeträchtiges Rennen zu gewinnen - darauf habe ich lanbge gewartet”, sagte der Cottbuser im Siegerinterview. “Es ist unglaublich. Ich habe heute nicht damit gerechnet, nachdem ich mich gestern sehr schlecht gefühlt hatte und in den letzten Wochen auch einige Rückschläge verkraften musste.”

Schon zum Saisonauftakt auf Mallorca hatte Kanter jedoch eine ansprechende Form unter Beweis gestellt und die Trofeo Palma Ende Januar als Zweiter beendet. Doch nun reichte es mal wieder zum Sprung ganz nach oben. Auch, weil er und sein Anfahrer in einem chaotischen Finale mit vielen Richtungswechseln den Überblick behielten. “Zwei Kilometer vor dem Ziel haben wir mit Mike Teunissen viele Positionen verloren. Aber er blieb ruhig und hat mich am letzten Kreisel wieder in gute Position gebracht”, so Kanter. In Biniam Girmay (NSN Cycling Team) und Vito Braet (Lotto Intermarché) hatte es genau an jener Stelle zwei Mitfavoriten auf den Tagessieg ausgebremst und um alle Siegchancen gebracht.

Kanter jedoch kam durch und nutzte die Chance, gegen die reduzierte Konkurrenz zuzuschlagen. Dabei hatte er aber auch Auftaktsieger Luke Lamperti (EF Education - EasyPost) im Griff, der nur Fünfter wurde, aber das Gelbe Trikot als Gesamtführender verteidigen konnte.

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Morgen steht in Frankreich das Mannschaftszeitfahren auf dem Programm.

Paris-Nizza 2026 - Ergebnisse der 2. Etappe



So lief die 2. Etappe von Paris-Nizza 2026

Das Profil der 2. Etappe von Paris-Nizza 2026Foto: ASODas Profil der 2. Etappe von Paris-Nizza 2026

Die beiden Protagonisten der Ausreißergruppe des ersten Tages, Casper Pedersen (Soudal Quick-Step) und Mathis Le Berre (TotalEnergies) waren auch auf der 2. Etappe wieder die Männer, die den Tag mit ihrem Kampf um das Bergtrikot belebten. Hatte Jasha Sütterlin (Team Jayco AlUla) kurz nach dem Start noch die erste Attacke geritten, ließ er sich später genauso wieder zurückfallen wie Le Berres Teamkollege Matteo Vercher, der zunächst noch an der Seite von Pedersen und Le Berre in die Offensive gegangen war.

Erneut blieb die Leine, die das Hauptfeld den Ausreißern gab, allerdings kurz. Vielmehr als zwei Minuten waren es nie. Doch das lag auch nicht im Interesse des Spitzenduos, aus dem Pedersen heraus alle drei Bergwertungen der 3. Kategorie für sich entschied und damit sein Bergtrikot verteidigte. Danach rollte das Duo mehr oder weniger aus. 60 Kilometer vor dem Ziel wurden die vom Feld gestellt.

So konnte aus dem Hauptfeld eher überraschend noch der Zwischensprint ausgefahren werden. Und dort zeigte sich Juan Ayuso (Lidl - Trek) aktiv, narrte den einen oder anderen Sprinter, wurde Zweiter und sicherte sich so vier Bonussekunden, die im Verlauf der Rundfahrt noch wichtig werden könnten. Danach war das Tempo aber wieder komplett raus. Und immer dann, wenn das passiert, steigt die Sturzgefahr. Und so war es auch dieses Mal: 32 Kilometer vor dem Ziel krachte es im Feld, unter anderen auf dem Boden lag Phil Bauhaus (Bahrain-Victorious). Letztlich konnten aber alle weitermachen.

20 Kilometer vor dem Ziel war es dann Daan Hoole (Decathlon CMA CGM), der sich ein Herz fasste und attackierte. Er fiuhr sich bis zu 30 Sekunden heraus, ehe NSN und Movistar zögerlich in die Nachfürarbeit einstiegen. Unter dem Teufelslappen wurde der Niederländer dann aber doch noch gestellt. Und so wurde doch noch gesprintet. Kanter erwies sich dabei als der Stärkste.

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