Katalonien-Rundfahrt - 6. EtappeVingegaard dominiert am Berg auch mit halber Kraft

Sebastian Lindner

 · 28.03.2026

Katalonien-Rundfahrt - 6. Etappe: Vingegaard dominiert am Berg auch mit halber KraftFoto: Getty Images / Szymon Gruchalski
Jonas Vingegaard gewinnt auch die 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt 2026
Nächste Bergankunft, nächster Sieg von Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike). Wann immer es in diesem Jahr im Finale bergauf geht, ist der Däne unschlagbar. Auch auf der 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt dominierte er den Schlussanstieg und hielt Lenny Martinez (Bahrain - Victorious) und Florian Lipowitz (Red Bull - BORA - hansgrohe) auf Distanz.

Beinahe spielend übernahm Vingegaard 2,3 Kilometer vor dem Ziel das Kommando in der Spitzengruppe, in der zu diesem Zeitpunkt neben Martinez und Lipowitz auch noch dessen Teamkollege Remco Evenepoel und Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step). Doch als der 29-Jährige das Tempo verschärfte, war er plötzlich allein. Ohne sich zu verausgaben, holte er sich bis ins Ziel zehn Sekunden Vorsprung heraus. In der Gesamtwertung führt er damit mit 1:22 Minuten vor Martinez, der seinerseits acht Sekunden vor Lipowitz liegt.

Der deutsche Hoffnungsträger hat damit einen Platz gut gemacht. Verloren hat den Felix Gall (Decathlon CMA CGM). Der Österreicher verlor in der letzten Abfahrt den Anschluss an die Favoriten und kam mit mehr als zwei Minuten Rückstand auf den Tagessieger ins Ziel. Das lag vor allem an der Tempoarbeit von Evenepoel, der sich im letzten Flachstück der 158 Kilometer langen Etappe mit Ziel in Queralt vor Lipowitz gespannt hatte, um dem 25-Jährigen das Podium zu ermöglichen. “Remco hat einen fantastischen Job gemacht. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll”, so Lipowitz nach dem Rennen.

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​Eine Etappe kommt noch, der der Tour-de-France-Dritte aus dem Vorjahr überstehen muss, um das Podium abzusichern. Doch der Rundkurs durch Barcelona mit mehreren kürzeren Anstiegen liegt Lipowitz weniger als ein langer Berg zu Schluss. Das gilt auch für Vingegaard, der im Normalfall nicht mehr vom Gesamtsieg abzuhalten ist. “Wir wollten heute nochmal die Etappe gewinnen“, sagte erSiegerinterview. “Im letzten Anstieg war es ein Kampf zwischen sechs Fahrern. Ich hatte gute Beine und konnte attackieren und die anderen Jungs alle von meinem Hinterrad abschütteln. Es war ein guter Tag und ich bin glücklich über den Sieg.“

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Katalonien-Rundfahrt 2026 - Ergebnisse der 6. Etappe


2026:

Etappe 6: Berga - Queralt

28.03.2026 | 158.2 km
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So lief die 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt 2026

Das Profil der 6. Etappe der Katalonien-RundfahrtFoto: Volta Ciclista a CatalunyaDas Profil der 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt

Nach einer nervösen Startphase, in der schon vor dem scharfen Start Stürze und in deren Folge mit Michel Hessmann (Movistar Team) auch eine erste Aufgabe zu verzeichnen war, gruppierte sich nach rund 20 Kilometern eine 15-köpfige Ausreißergruppe um Giulio Ciccone (Lidl - Trek), Marc Soler (UAE Team Emirates – XRG), Richard Carapaz (EF Education – EasyPost), Nairo Quintana (Movistar Team) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), die sich bis zum Coll de Pradell (HC-Kategorie) zwei Minuten Vorsprung herausarbeitete.

Dort fiel die Spitze nach einer Attacke von Soler Mitte des fast 15 Kilometer langen Anstiegs auseinander. Ciccone, Carapaz und Embret Svestad-Bardseng (INEOS Grenadiers) schafften bis zum Gipfel die Rückkehr zu Soler, der aber den Sprint um die Bergpunkte gewann. Getrennt von einer kleiner Gegensteigung standen dann 25 Kilometer Highspeed-Abfahrt auf dem Programm. Unten angekommen hatten die vier Mann an der Spitze noch anderthalb Minuten Vorsprung auf das Feld.

Abfahrt entscheidet

Im unmittelbar folgenden Anstieg setzte sich Ciccone dann von seinen Mitfahrern ab, schaffte es vor allen Verfolgern über den Gipfel und übernahm damit das Bergtrikot. Hinten diktierte Red Bull das Geschehen und versuchte seine personelle Überzahl auszuspielen. War es erst Lipowitz, der das Tempo kurz verschärfte, spannte sich dann Evenepoel vor die Favoritengruppe. Vor allem in der Abfahrt machte der Belgier Druck. Gall verlor damit den Anschluss. Auch in der sich anschließenden Ebene vor dem Schlussanstieg arbeitete Evenepoel für das Lipowitz-Podium, was sich am Ende auch auszahlen sollte.

Und so gingen das Red-Bull-Duo, Vingegaard, Martinez und Paret-Peintre gemeinsam in den gut fünf Kilometer langen Schlussanstieg. Auch dort machte Evenepoel bis zur Hälfte das Tempo. Als er sich von der Führungsposition verabschiedete, ging Vingegaard nach vorne und riss ohne Probleme ein Loch zu Martinez und Lipowitz, die noch am ehesten mithalten konnten. Am Ende aber feierte der Däne einen weiteren ungefährdeten Sieg.

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