Sebastian Lindner
· 29.03.2026
Der 24 Jahre alte Australier gewann im Sprint aus einer großen Gruppe heraus vor Dorian Godon (INEOS Grenadiers). dem im Verlauf der Woche schon zwei Etappensiege geglückt waren, und Remco Evenepoel (Red Bull - BORA - hansgrohe), der den Schlusstag offensiv gestaltete und mitprägte, sich am Hausberg Barcelonas, dem Montjuic, aber auf sieben Runden genauso wenig lösen konnte wie irgendein anderer Fahrer im Peloton.
Deswegen blieb die Gesamtwertung auch unverändert. Vingegaard behielt 1:22 Minuten Vorsprung auf Martinez, der acht weitere auf Lipowitz. Wie auch am Podium änderte sich an den Top 10 nichts mehr. “Heute lag mein kompletter Fokus auf dem GC. Die Jungs von Red Bull haben es gut gemacht und mich immer wieder attackiert”, sagte Vingegaard im Siegerinterview. “Ich bin zufrieden, dass ich meine Führung verteidigen konnte. Es war eine schöne Woche für mich mit zwei Etappensiegen und nun auch der Gesamtwertung. Der Start in das Jahr war für mich fantastisch. Ich hoffe, dass es so weiter geht.”
Für Vingegaard war es die erste Teilnahme an der Katalonien-Rundfahrt. 2026 ist er darüber hinaus bislang Paris-Nizza gefahren, auch dort war er nicht zu schlagen. Krankheiten und Stürze hatten seinen Start in das Jahr verzögert, doch darunter hat der 29-Jährige offensichtlich nicht gelitten.
Ähnlich zufrieden zeigte sich auch Etappensieger Gilmore, für den es der erste Sieg im Jahr war, dazu der erste auf WorldTour-Niveau in seiner Karriere. “Ich hatte schon von Beginn an gute Beine. Schon gestern habe ich über das heutige Finale nachgedacht und gehofft, dass ich bei einer kleineren Gruppe dabei sein könnte. Nach diesem Tag könnte ich nicht glücklicher sein.”
Etwas Luft nach oben sah derweil Florian Lipowitz, zumindest beim Blick auf das Tagesergebnis. “Wir hätten heute mit Remco gerne noch die Etappe gewonnen, haben versucht, das Rennen schwerzumachen. Es hat aber leider nicht ganz gereicht. Mit Blick auf die gesamte Woche hingegen können wir sehr zufrieden und stolz auf das sein, was wir geleistet haben.”
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | NSN Cycling Team | 02:06:44 |
| 2 | INEOS Grenadiers | +00:00:00 |
| 3 | Red Bull - BORA - hansgrohe | +00:00:00 |
| 4 | Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team | +00:00:00 |
| 5 | Decathlon CMA CGM Team | +00:00:00 |
| 6 | Alpecin-Premier Tech | +00:00:00 |
Aufgrund der Kürze der Etappe bildete sich schon nach drei Kilometern die Spitzengruppe des Tages. Magnus Cort (Uno-X Mobility), Einer Rubio (Movistar), Darren Rafferty (EF Education - EasyPost), Liam Slock (Lotto - Intermarché) und Brandon McNulty (UAE Team Emirates - XRG) bildeten das Quintett, das den ersten Teil des Tages bestimmte. Bis zur Einfahrt auf den Rundkurs blieben der Gruppe, die zwischenzeitlich auch schon zwei hatte, 1:35 Minuten Vorsprung.
Auf der dritten Runde wurde die Gruppe dann im Anstieg zum Montjuic gestellt - und Evenepoel ging in die Offensive. Es bildete sich eine Gruppe mit fast allen Klassementfahrern, die aber wieder zurückgeholt wurde. Dennoch war das Finale damit eröffnet, immer wieder wurde attackiert, ohne aber die entscheidende Lücke zu reißen.
Dabei blieb es über die gesamten sieben Runden. Diverse Vorstöße von Evenepoel oder auch Giulio Ciccone (Lidl - Trek), der darüber sein Bergtrikot verteidigte, blieben mit Hinblick auf den Tagessieg erfolgreich. Und so wurde am Ende aus einer rund 30-köpfigen Gruppe gesprintet, aus der sich letztlich ein Überraschungssieger durchsetzte.