Walk of Fame in San RemoRadweg des Ruhms mit van der Poel, Wiebes & Co.

Andreas Kublik

 · 20.03.2026

Walk of Fame in San Remo: Radweg des Ruhms mit van der Poel, Wiebes & Co.Foto: RCS
Radsportlerin Lorena Wiebes bei der Einweihung des Walk of Fame
Die Veranstalter von Mailand-San Remo haben einen Walk of Fame eingeweiht. Hier dürfen alle künftigen Sieger des traditionsreichen Radrennens Eindruck hinterlassen.

Auch der Radsport hat jetzt seinen Walk of Fame. Die Veranstalter des Radrennens Mailand-San Remo haben einen Abschnitt des Radwegs entlang der Mittelmeerküste den Siegern des traditionsreichen Frühjahrsklassikers gewidmet.

Ab sofort dürfen sich die Sieger von Mailand-San Remo wie Hollywoodstars fühlen. Ihre Erfolge sind nicht in Stein gemeißelt, sondern in den Asphalt eines Radwegs in San Remo gepresst. Jeder Sieger soll künftig mit seiner Handschrift und dem Abdruck seiner Hände verewigt werden. Als Ersten wurden den Vorjahressiegern Lorena Wiebes und Mathieu van der Poel diese Ehre zuteil.

Der Hollywood Boulevard des Radsports ist der Radweg unterhalb des Corso Imperatrice in San Remo, der in Verlängerung der Zielgeraden auf der Via Roma liegt. Zur Einweihung des Abschnitts, der eher ein Radweg des Ruhms als ein Walk of Fame ist, kamen ehemalige Sieger wie Filippo Pozzato, Vincenzo Nibali und Wiebes, die im Vorjahr die erste Auflage des Frauenrennens nach zwei Jahrzehnten Pause für sich entschieden hatte. Die Wiedereinführung des Frauenrennens sei der richtige Zeitpunkt für dieses Projekt gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Rennveranstalters RCS.

Wiebes und Van der Poel haben Eindruck hinterlassen

Bleibender Eindruck: Die Erinnerung an den Sieg von Mathieu van der Poel im VorjahrFoto: RCSBleibender Eindruck: Die Erinnerung an den Sieg von Mathieu van der Poel im Vorjahr
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“Es ist eine Ehre für mich hier auf dem Walk of Fame zu stehen. Meine Handabdrücke zu sehen und die erste Frau zu sein, die sie hier platzieren darf, macht mich stolz”, sagte die Niederländerin laut Pressemitteilung. Vor Ort stellte sie sich für ein Erinnerungsfoto mit Meerblick in Pose - ein Motiv das sicher bald viele Nachahmer finden wird.

Künftig sollen alle Sieger hier in Sichtweite des Zieleinlaufs ihre Handabdrücke hinterlassen. Die anderen Sieger der Vergangenheit sind in der Nähe auf Tafeln ebenfalls aufgelistet - ohne sichtbaren Eindruck hinterlassen zu dürfen.


Andreas Kublik ist seit einem Vierteljahrhundert als Profisport-Experte für TOUR an den Rennstrecken der Welt unterwegs – vom Ironman in Hawaii, über unzählige Weltmeisterschaften von Australien bis Katar und festem Dienstreise-Ziel Tour de France. Selbst begeisterter aktiver Radsportler mit Hang zum Leiden – egal, ob bei Mountainbike-Marathons, Ötztaler oder einem schmerzhaften Selbsterfahrungstrip auf dem Pavé von Paris-Roubaix.

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