Same, same, but different? Das ist die Frage, die sich vor der 2. Auflage des Rennens Sanremo Women stellt, dem Frauenrennen beim traditionsreichen Frühjahrsklassiker im Radsport. Die Strecke ist die gleiche wie im Vorjahr, wie der Veranstalter RCS soeben bekanntgab. Startort bleibt Genua, die Hauptstadt Liguriens. Von dort führt die Strecke immer an der Küste entlang, weitgehend auf der Küstenstraße Via Aurelia. Wenige Kilometer nach dem Start mündet die Strecke des Frauen-Wettbewerbs bei Voltri auf den Parcours der Männer ein, die nach der Abfahrt vom Passo Turchino auf rund 140 Kilometern Distanz dieselben Straßen befahren. Das Ziel liegt wie bei den Männern auf der Via Roma in San Remo.
Die Rufe der Frauen, auch ihr Rennen möge wie bei den Männern bezüglich der Länge aus dem Rennkalender hervorstechen, blieben unerhört. Die 156 Kilometer Distanz sind für die wichtigen Eintagesrennen bei den Frauen in etwa die Norm. Die 298 Kilometer bei den Männern sind deutlich mehr als jedes andere Radrennen aufweist. Auch einige Frauen hatten sich eine Distanz jenseits der 200-Kilometer-Marke gewünscht.
Im Finale geht es über die drei Capi — Capo Mele, Capo Cervo and Capo Berta —, bevor die Anstiege auf die Cipressa und den Poggio für eine Selektion im Peloton sorgen dürften. Obwohl die Strecke gleich bleibt wie im Vorjahr, hoffen einige auf ein anderes Szenario als beim Comeback des Frauenrennens von Mailand-San Remo 2025. Damals siegte die aktuell bei den Frauen in den Sprints hochüberlegene Niederländerin Lorena Wiebes im Sprint eines größeren Feldes. Die Italienerin Elisa Longo Borghini scheiterte im Vorjahr mit einer Attacke kurz vor dem Ziel. Vor der Neuauflage meinte sie laut einer Pressemitteilung des Veranstalters: “Ich denke, dass das Rennen im Vergleich zum Vorjahr selektiver werden könnte, weil wir alle nun die Strecke besser kennen, speziell das Finale.” Das soll heißen: Gleiche Strecke, aber vielleicht ein anderer Rennverlauf.

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