Andreas Kublik
· 03.03.2026
Der wahre Auftakt der Klassikersaison, das erste der fünf sogenannten Monumente. In Italien nennen sie das Rennen La Classicissima, also den „Superklassiker“ oder „La Primavera“, die Fahrt in den Frühling aus der oft noch nebligen Po-Ebene ans Mittelmeer. Bei den Männern mit fast 300 Kilometern Distanz das längste Rennen der Saison. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Strecke mit 298 Kilometern rund neun Kilometer länger als im Vorjahr Bei den Frauen gab es erst im vergangenen Jahr nach langer Pause wieder ein Rennen.
Fahrt in den Frühling, la Primavera, nennt sich das Rennen, das in jeder Saison den Auftakt der großen Frühjahrsklassiker bildet. Der Parcours ist normalerweise nicht für große Streckenänderungen bekannt - auch in diesem Jahr ist das so. Der Start erfolgt nicht in Mailand, sondern wie schon in den Vorjahren im etwa 40 Kilometer südlich gelegenen Pavia.
Die Stadt mit ihren 70.000 Einwohnern befindet sich am Fluss Ticino, kurz bevor dieser in den Po mündet. Pavia kann auf eine gewisse Radsporttradition blicken, da hier mehrfach Etappen des Giro d’Italia endeten. Auch das Rennen Mailand-San Remo führte regelmäßig durch diesen Ort auf dem Weg von Mailand in die Po-Ebene.
Die Route führt über Casteggio, Tortona und Ovada zum Passo del Turchino, der abgesehen von der Corona-bedingten Ausnahme im Jahr 2020 zumindest planmäßig immer Teil des Rennens war - 2013 verhinderte allerdings Schneefall die Überquerung, sodass die Fahrer mit Bussen über den Berg transportiert wurden und danach das Rennen fortsetzten. In diesem Jahr wird der höchste Punkt des Rennens nach 148 Kilometern erreicht - ziemlich genau auf der Hälfte der Strecke. Die zusätzlichen Kilometer werden weitgehend flach auf einer kleinen Schleife nördlich von Tortona absolviert.
Im Anschluss bleibt die Streckenführung unverändert. Westlich von Genua erreichen die Fahrer die ligurische Küste, der sie bis nach San Remo folgen. Die Strecke ist größtenteils flach, jedoch nicht durchgehend. Neben dem Passo del Turchino sorgen ab Kilometer 246 die drei Capi Mele, Cervo und Berta in schneller Abfolge für eine Unterbrechung des flachen Profils.
Nach 27,3 Kilometer vor dem Ziel erreichen die Fahrer in San Lorenzo a Mare den Fuß der Cipressa, etwa 16 Kilometer später folgt der Poggio. Von dort sind es weniger als sechs Kilometer bis zur Via Roma in San Remo, wo das Rennen traditionell endet. Insgesamt haben die Fahrer dann 298 Kilometer zurückgelegt.
Die Auffahrt zum letzten Anstieg Poggio darf als Fixpunkt der Rennstrecke gelten. Die Piazza della Libertà in Poggio di Sanremo, von der sich die Rennfahrer nach dem letzten Anstieg in die Schussfahrt Richtung Ziel stürzen, ist ein Treffpunkt für Fans. Die berühmte Telefonzelle an der Kreuzung gibt es nicht mehr - aber ein Café als Einkehrmöglichkeit
25 Mannschaften sollen ins Rennen gehen. Automatisch qualifiziert waren bereits die 18 World-Tour-Teams und die drei besten Pro-Teams. Dazu gab es vier Wildcards. Die Teams im Überblick:
Kaum ein großer Klassiker ist so unberechenbar wie Mailand-San Remo. Dementsprechend groß ist auch der Favoritenkreis. Natürlich ist Tadej Pogačar (UAE Team Emirates - XRG) der Fahrer, auf den am alle Augen gerichtet sind. Wie der Slowene das Rennen gewinnen kann, haben wir hier bereits ausführlich beleuchtet. Sein größter Gegenspieler könnte wie im Vorjahr Mathieu van der Poel (Alpecin - Deceuninck) sein, den er in den letzten Jahren immer wieder vergeblich versuchte zu distanzieren. Oder gibt es doch einen Massensprint mit neuen Gesichtern wie dem Briten Matthew Brennan (Team Visma-Lease a bike)?
In Deutschland wird Mailand-San Remo auf den Kanälen von Eurosport beziehungsweise Discovery+/HBO+ gezeigt. Die Internet-Livestreams und der lineare TV-Kanal Eurosport 2 sind kostenpflichtig.
21.03.2026 10:00 Uhr Männer EUROSPORT 2 GERMANY
21.03.2026 12:30 Uhr Frauen* EUROSPORT 2 GERMANY
21.03.2026 14:30 Uhr Männer EUROSPORT 2 GERMANY
* Das Männerrennen kann in dieser Zeit bei HBO Max und discovery+ (Internet-Livestream) weiterverfolgt werden
Das Rennen ist in voller Länge bei HBO Max und discovery+ zu sehen
Details unter www.eurosport.de bzw. https://play.discoveryplus.com/

Redakteur