Stefan Frey
· 28.02.2026
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Der Rennkompressor von SKS – das ist die Standpumpe, mit der dein Vater schon die Reifen an deinem ersten Fahrrad mit Luft gefüllt hat. Heute gehört sie dir und du bringst damit noch immer die Reifen deiner Bikes auf Druck. Denn der Rennkompressor ist gemacht für die Ewigkeit, eine Pumpe nahezu vollständig aus Metall. Holzgriff, Gummischlauch und ein paar Dichtungen – kein billiges Plastik. Was kaputt geht, lässt sich reparieren. Damit hat sich SKS den Ruf der Unzerstörbarkeit in der Fahrradszene erpumpt.
Jetzt haben Sunderner ihren Klassiker modernisiert, doch seine Werte sollen die alten geblieben sein. Der solide Metallzylinder steckt in einer Basis aus Aluguss. Auch der schicke Holzgriff bleibt erhalten, genauso wie die klappbaren Füße, die nun aber sicherer einrasten. Der lange Schlauch hängt nach wie vor lässig über den „Holzgriff-Schultern“ und wird von einem Clip fixiert.
Was hat sich verändert? Der Rennkompressor ist gewachsen – von bisher gut 65 auf 73 Zentimeter. Mit ausgezogenem Griff misst er stolze 125 Zentimeter und ist damit eine der längsten Standpumpen, die wir je im Test hatten. Damit trägt SKS den immer größer werdenden Reifenvolumen Rechnung. Kleine Personen werden sich jedoch schwertun, die volle Größe des Rennkompressors zu nutzen. Selbst mir mit 1,88 Metern Größe ist die Pumpe fast ein My zu hoch.
Auffälligster Unterschied ist jedoch das neue Manometer: digital statt analog. Und so sehr man die Einfachheit analoger Anzeigen auch schätzen mag, das hellorange leuchtende Display hat eindeutig Vorteile: Der Druck lässt sich deutlich leichter und absolut präzise ablesen.
Grobes Schätzen wie auf der kleinen Messuhr des alten Rennkompressors ist damit passé. Nur der etwas lange Nachlauf, bis der Druck korrekt angezeigt wird, stört in der Praxis. Wer möchte, bekommt den Pumpenklassiker für zehn Euro weniger weiterhin auch mit analoger Anzeige.
Auch der neue Rennkompressor schafft maximal 16 Bar, was völlig ausreichend ist für alle Arten von Reifen, die man im Alltag befüllen könnte. Der Holzgriff liegt beim Pumpen angenehm in der Hand, die Luft lässt sich leichtgängig durchs Ventil drücken. Mit seinen breiten Standfüßen steht der Neue deutlich sicherer als sein Vorgänger. Der Multi-Valve-Ventilkopf lässt sich leicht aufsetzen und schließt sicher und luftdicht am Ventil ab.
Um einen 29x2,4 Zoll-MTB-Reifen zu befüllen, braucht man im Schnitt 38 Hübe. Pumpen mit größerem Volumen schaffen das wesentlich schneller. Die Topeak Jowblow Mountain EX etwa erreicht denselben Wert mit 20 Hüben. Wer nur fette Schlappen befüllen möchte, ist daher mit einem Modell mit mehr Volumen besser beraten. Gravelbiker und Rennradfahrer profitieren allerdings vom geringeren Widerstand beim Pumpen.
Dass der Rennkompressor NXT Digi trotz seiner Größe fast 200 Gramm leichter ist, liegt mitunter an der Kunststoff-Halterung des Griffs und vor allem auch am Zylinder, der nun nicht mehr aus Metall besteht. Schade, denn die Führung ist damit weniger stabil als bisher – ein Manko bei der enormen Bauhöhe. Insgesamt hat der Rennkompressor etwas an Wertigkeit eingebüßt, bleibt aber mit seiner robusten Anmutung und dem hervorragenden Handling weiterhin eine absolute Empfehlung für den täglichen Gebrauch.
Der neue SKS Rennkompressor NXT Digi* überzeugt mit tollem Handling, solider Verarbeitung und sicherem Stand. Das neue digitale Manometer ist ein absoluter Gewinn für präzises Befüllen der Reifen. Ein kleiner Dämpfer ist, dass SKS mehr Kunststoff einsetzt als beim Vorgänger - vor allem bei der Kolbenstange. Für kleine Personen und großvolumige Reifen ist der Rennkompressor NXT Digi nicht optimal geeignet. Gravelbiker und Rennradfahrer profitieren allerdings vom geringeren Widerstand beim Pumpen - Stefan Frey, BIKE-Testredakteur
+ hochwertig verarbeitet
+ gut ablesbares und präzises Manometer
+ sicherer Stand, solides Handling
+ viele Ersatzteile
- wenig geeignet für kleine Personen
- schafft nur wenig Volumen pro Hub
- mehr Kunststoff als an früheren Modellen

Redakteur