Matthias Borchers
· 05.03.2026
Die Herstellerangaben klingen ambitioniert: 8,3 bar Maximaldruck, fünf Befüllungen pro Akkuladung und 32 Sekunden für einen 700×25C‑Reifen auf 5 bar. Dazu kommen Auto‑Stop, LED‑Display und Überhitzungsschutz. Die Pumpe arbeitet mit Presta‑ und Schrader‑Ventilen und wird mit reichlich Zubehör geliefert. Damit richtet sich die Cawacawa an alle, die unterwegs möglichst wenig Ballast, aber maximale Flexibilität wollen.
Im Test zeigt sich die Pumpe kompakt und gut verarbeitet. Mit Schlauch wiegt sie 147 Gramm, das Display ist klein, aber funktional. Die Bedienung erfolgt über drei Tasten, die Anzeige liefert Momentandruck, Zielwert und Akkustand. Der Kompressor schafft tatsächlich die angegebenen 8,3 bar – ein Wert, den nicht alle Mitbewerber erreichen. Allerdings wird das Gerät dabei sehr heiß und lässt sich ohne Silikonhülle kaum anfassen.
Bei der Pumpleistung liegt die Cawacawa leicht unter dem Durchschnitt, bleibt aber alltagstauglich. Einen 30‑mm‑Pirelli‑Reifen brachte der kompakte Kompressor dreimal in jeweils 52 Sekunden auf 4 bar. Beim vierten Versuch schaltete sie nach 35 Sekunden bei 3 bar ab – Akku leer. Positiv: Die Ladezeit ist mit rund 30 Minuten kurz, wie vom Hersteller angegeben, was die spontane Einsatzbereitschaft für unterwegs erhöht.
Unterm Strich liefert NG Sports eine erstaunlich leistungsfähige Mini‑Pumpe zum kleinen Preis. Sie ist leicht, schnell geladen und schafft hohe Drücke, zeigt aber unter Dauerlast thermische Schwächen. Für gelegentliche Einsätze unterwegs ist sie dennoch eine der interessantesten Budget‑Optionen im Markt.
Die NG Sports Cawacawa ist eine leichte, günstige und erstaunlich druckstarke Mini‑Pumpe, die im Alltag überzeugt. Sie lädt schnell, liefert solide Werte und erreicht den angegebenen Maximaldruck. Unter Dauerlast wird sie jedoch sehr heiß. Für Tourenfahrer, die eine kompakte Notfalllösung suchen, ist sie dennoch ein starkes Angebot in der 60‑Euro‑Klasse.

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