Matthias Borchers
· 31.03.2026
Auch am Tag ist ein Rücklicht aus Sicherheitsgründen eine gute Idee, die sich immer mehr durchsetzt. Deshalb geht das Rotlicht erst ans Ladegerät und dann an die Sattelstütze. Das hat doch letzten Herbst noch funktioniert! Und jetzt? Smartphone und Navi lassen sich nicht mehr koppeln. Der Grund: Softwareentwickler halten keinen Winterschlaf und die Firmware will ein Update für den störungsfreien Datenfluss.
Wer die vergangene Saison pannenfrei überstanden hat, dürfte wahrscheinlich länger nicht Inhalt und Zustand der Satteltasche überprüft haben. Liegt da noch der passende Schlauch zum Reifen drin? Hat sich vielleicht mit der Zeit ein spitzes Werkzeug hineingebohrt? Oder war die CO2-Kartusche nicht doch schon angestochen und ist möglicherweise leer? Also, alles einmal ausräumen, checken und ersetzen, was nicht mehr passt oder geht.
Für alte Fahrensleute war das Alien von Topeak das Schweizer Taschenmesser unter den Multitools. Entscheidend ist aber nicht die Menge an Werkzeugen, sondern dass sie zum eigenen Rad passen. Tipp: Die Schrauben am Fahrrad bestimmen die Werkzeugauswahl; Minitools mit Bits sind dafür eine clevere Option.
Die meisten Radschuhe sind heutzutage mit Boa-Seilzug-Schnürungen ausgestattet. Sollte diese schwergängig sein oder gar defekt, gibt es vom Hersteller Reparatur-Kits für jeden Typ. Darin enthalten ist auch ein passender kleiner Inhex-Schlüssel zur Demontage. Mit einem Tropfen Silikonöl wird eine intakte Mechanik wieder leichtgängig.
Eine Ursache für den Verschleiß von Pedalplatten ist häufiges Gehen, das schmirgelt den Kunststoff dünn; schlimmstenfalls kann die Haltenase unter Belastung brechen. Der Halt im Pedal wird schon lange vorher immer schlechter. Tipp zur Neumontage: Die Umrisse der alten Platten auf der Sohle anzeichnen. Die Schrauben gleichmäßig anziehen; Shimano empfiehlt fünf bis sechs Newtonmeter.
Irgendwer hat mal was vom Haltbarkeitsdatum beim Helm erzählt. Stimmt das? Es ist jedenfalls was Wahres dran. Hersteller empfehlen, ein Helm solle nach drei bis fünf Jahren ersetzt werden – auch ohne Beschädigung durch einen Sturz. Dabei handelt es sich jedoch um eine Empfehlung, keine Vorschrift. Da ein Helm in Anhängigkeit von UV-Strahlung, Nutzungsintensität oder Lagerung unterschiedlich schnell altern kann, sollte er unbedingt auf Risse in der Helmschale oder brüchige Riemen untersucht werden. Ist technisch alles in Ordnung, verdienen Polster und Riemen aus Gründen der Hygiene eine Reinigung mit Schwamm und Seife.
Zur Pflege von Wetterschutzbekleidung mit Membran und zur Imprägnierung empfehlen sich PFAS-freie Pflegeprodukte, wie beispielsweise von Nikwax oder Hey; sie sind frei von umweltschädlichen Per‑ und polyfluorierten Alkylsubstanzen („Ewigkeitschemikalien“).
Um schwer laufende Zipper wieder leichtgängig zu machen oder Sturzschäden zu reparieren, gibt es von Gear Aid passende Produkte. Der Zipper Cleaner + Lubricant reinigt und schmiert den Reißverschluss, mit dem AquaSure-Repair-Kit lassen sich kleine Löcher wasserdicht flicken. Beide Produkte kosten etwa zehn Euro.

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