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Schwalbe ist nicht nur Vorreiter beim Recycling von Fahrradreifen; das Unternehmen aus Reichshof im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen entwickelt auch Ideen in anderen Bereichen, um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Dazu zählt beispielsweise die Fahrradreinigungsseife, im Branchen-Sprech “Bike Soap” genannt. Schwalbe sieht das Produkt ganz bewusst als Alternative zu den ungezählten industriell hergestellten und in bunte Flaschen abgefüllten Fahrradreinigern. Schwalbe-Produktmanager Peter Krischio erläutert, wie die Idee zu der Seife entstanden ist.
Unser Produkt-, Test- und Marketingteam fährt und testet das ganze Jahr Reifen. Wir müssen also viele Bikes waschen und pflegen. Das Nachfüllen der Reinigungsprodukte ist schon ein guter Ansatz. Wir haben dann aber beim Bier nach der Tour und dem Bike-Service auf all die Reinigungsprodukte in unserem Regal geschaut und angefangen, über andere Lösungen nachzudenken. Keine Flasche, sondern ein Produkt, dass lange hält, einfach funktioniert und komplett umweltverträglich ist.
Schwalbe zufolge wird die Seife komplett aus natürlichen Substanzen in Deutschland hergestellt. Sie ist dermatologisch getestet, vegan, mikroplastikfrei und zu 100 Prozent biologisch abbaubar nach OECD-Standard. Außerdem verzichtet sie auf Farb- und Duftstoffe, die vielen der industriell gefertigten Reiniger zugesetzt sind und deren Öko-Bilanz eher verschlechtern. Schaut man ins Datenblatt, stellt man allerdings fest, dass die Seife – wie fast alle Seifen und unzählige andere (Kosmetik-)Produkte sowie etliche Nahrungsmittel – Palmöl enthält.
Das Pflanzenfett aus dem Fruchtfleisch der Ölpalmenfrucht stammt sehr oft aus Monokulturen, für die große Flächen von Regenwald gerodet wurden. Darauf angesprochen antwortet Schwalbe-Produktmanager Peter Krischio, der sich nachdrücklich für das Produkt eingesetzt hat: “Das war auch für uns damals ein kleiner Haken. Darum sind wir froh, dass wir einen Produzenten gefunden haben, der sich für die nachhaltige Produktion von Palmöl einsetzt.” Das Unternehmen Kappus aus Heitersheim, mit dem zusammen Schwalbe die Rad-Seife entwickelt hat, gehört dem Verbund RSPO (Roundtable on sustainable Palm Oil) an, der sich zum Ziel gesetzt hat, die nachhaltige Produktion von Palmöl zu etablieren. Das für die Rad-Seife verwendete Palmöl stammt, so Peter Krischio, aus zertifizierter nachhaltiger Herstellung.
Schwalbe hat die Seife um eine ebenso hübsche wie praktische Alu-Blechdose mit Abtropfboden und eine Rosshaarbürste mit Holzgriff zum praktischen Bike Soap Kit ergänzt. Wir haben die Seife inzwischen etliche Male eingesetzt und sind beim Radputz gemäß der Anleitung von Schwalbe vorgegangen: Das Rad einmal von oben bis unten mit sanftem Wasserstrahl aus dem Schlauch abspülen und groben Schmutz entfernen. Dann schäumt man mit der feuchten Bürste etwas Seife auf und bürstet das Rad damit ab. Die Bürste mit dem langen Griff leistet dabei gute Dienste, um an die etwas schwerer zugänglichen Stellen zu gelangen und auch verwinkelte Partien gut einschäumen zu können. Danach verstaut man die Seife wieder in der Blechdose, wo sie auf dem Abtropfboden abtrocknen kann, ohne in der Feuchtigkeit zu liegen. Abschließend spült man das Rad mit klarem Wasser wieder ab.
Ergebnis: Das Rad ist blitzsauber – mit einem kleinen Schönheitsfehler; auch nach mehrmaligem Abspritzen mit dem Wasserschlauch hinterlässt die Seife Schlieren, an der Luft einfach trocknen lassen kann man das Rad also nicht. Trocknet man mit einem weichen und saugfähigen Baumwolltuch nach, wischt man die Schlieren aber problemlos mit weg. Fazit: guter und wirkungsvoller Reiniger, praktische Putzbürste – und ein unkomplizierter kleiner Beitrag zu mehr Umweltschutz.

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