​Kleine Upgrades, große WirkungVier Bikepacking-Upgrades unter 50 Euro

Sandra Schuberth

 · 22.03.2026

​Kleine Upgrades, große Wirkung: Vier Bikepacking-Upgrades unter 50 EuroFoto: Pia Nowak / Piarazzi
​Manchmal sind es keine großen Investitionen, sondern die kleinen, die dir die Tour retten und versüßen. Ich habe auf Bikepacking-Touren schon viel erlebt und manches Problem gelöst. Kleine Helfer und Ideen für deine Tour - die Dinge, die im entscheidenden Moment da sind und nützlich sind, wenn etwas klappert, reißt oder plötzlich nicht mehr rund läuft.

Die folgenden Teile gehören genau in diese Kategorie. Sie sind unscheinbar und kosten wenig, können dir aber in der Not den Allerwertesten retten.

Voilé Straps – alles schnell fixieren

Super vielseitig sind zwei Voilé Straps (oder vergleichbare TPU-Straps). Damit lässt sich alles mögliche irgendwo am Rad befestigen: eine nasse Jacke außen am Gepäck, ein gerissener Riemen der Satteltasche kann provisorisch ersetzt werden und und und. Bewährt hat sich eine Kombination aus einem längeren Strap für sperrige Dinge und einem kürzeren für kleinere. Ihr Vorteil: Sie funktionieren auch im Dreck und Regen zuverlässig, wo Klett längst aufgegeben hat.

Mini-Rucksack

Ein Upgrade, das viele erst nach der ersten Tour vermissen, ist ein ultraleichter, packbarer Mini-Rucksack für spontane und geplante Einkäufe. Eine kleine, separate Tasche sorgt dafür, dass du Brot, Snacks oder eine warme Mahlzeit transportieren kannst, ohne dein komplettes Setup auseinandernehmen zu müssen.

Haushalts-Gummihandschuhe – kleine Helfer bei Nässe

Ein einfacher Trick für regenreiche Tage: ein Paar dünne Haushalts-Gummihandschuhe im Gepäck. Wenn viel Regen erwartet wird, ziehe ich dünne Radhandschuhe an und darüber die Gummi-Überzieher und muss sagen, ab dem ersten Einsatz war ich schwer begeistert. Die sind jetzt immer dabei.

Survival-Trick von Arktis-Expeditionen: Darüber noch einen isolierenden Handschuh. Diese Technik nennt sich Dampfsperre und hat schon manch einem die Finger gerettet. - Jan Timmermann, TOUR-Redakteur

Rahmenschutzfolie – kleine Investition, großer Nutzen

Ein oft unterschätztes Upgrade ist die Rahmenschutzfolie oder günstiger eine alternative Folie. Gerade beim Bikepacking, wenn Taschen, Straps oder Gepäckstücke am Rahmen reiben, schützt sie Lack und Material vor Kratzern und Abrieb. Staub und Krümel kommen sonst überall hin und arbeiten wie Schmirgelpapier auf dem Lack.

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Dünne, selbstklebende Folien lassen sich fast unsichtbar an stark beanspruchten Stellen anbringen – überall da, wo sich Rad und Tasche berühren. Sie kosten wenig, wiegen praktisch nichts und verlängern die Lebensdauer deines Rahmens spürbar.

Besonders praktisch: Auch bei kleinen Stürzen oder Umfallern reduziert die Rahmenschutzfolie das Risiko, dass der Lack beschädigt wird, und sorgt dafür, dass du weniger nachpolieren oder lackieren musst.

Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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