Gute Nachrichten im neuen Jahr: Bei Syntace geht’s weiter. Das insolvente Unternehmen wird von Investoren übernommen, ein Großteil der Arbeitsplätze bleibt erhalten. Jo Klieber, Gründer und Head of Technology, soll weiterhin technische Unterstützung leisten
Nach turbulenten Wochen und Monaten könnte bei der Syntace GmbH langsam wieder Normalität einkehren. Wie der Insolvenzverwalter Baker Tilly mitteilt, ist es dem Anwalt Dr. Dejan Marković gelungen, Investoren zu finden, die den Geschäftsbetrieb des Rad-Spezialisten mit Sitz im bayerischen Tacherting weiterführen können und wollen. Dem Vernehmen nach handelt es sich um Unternehmer aus Taiwan und Bangladesch, die nicht namentlich genannt werden wollen. Sie sind als Komponentenhersteller in der Fahrradbranche bereits aktiv und verfügen über entsprechende Produktionskapazitäten.
Für die Übernahme wurde kurz vor Weihnachten eigens eine SL International GmbH gegründet (S steht für Syntace, L für Liteville), deren künftige Rolle aber noch nicht ganz klar zu sein scheint. Laut Insolvenzverwalter hat das Unternehmen mit der Insolvenzeröffnung am 30. Dezember 2025 das immaterielle Vermögen sowie das bewegliche Anlagevermögen von Syntace erworben. Damit gilt die Zukunft der Marken Syntace und Liteville als gesichert. Der Gründer und Head of Technology, Jochen „Jo“ Klieber, wird weiterhin technischen Support leisten.
Zuvor hatte die Syntace GmbH am 14. Oktober 2025 vor dem Amtsgericht Traunstein den Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das von Jo Klieber gegründete Unternehmen war als Teil der Pierer Mobility AG im Zuge der Insolvenz bei der Motorradmarke KTM in Schwierigkeiten geraten. Der Baker Tilly-Rechtsanwalt Dr. Dejan Marković wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Während des gesamten Verfahrens wurde der Geschäftsbetrieb störungsfrei fortgesetzt: Online-Shop, Händler-Belieferung und Ersatzteilversorgung wurden nahtlos fortgeführt.