Mit einem Gesamtgewicht von 1305 Gramm soll der neue Laufrad-Satz deutlich leichter als sein Vorgänger. Die Kleos RD 50 bringen laut Herstellerangaben ein Plus von knapp 150 Gramm mit. Aerodynamisch verspricht Miche eine Verbesserung “zwischen 8,6 und 10,9 Prozent”. Die Aero-Laufräder sind mit 52 und 62 Millimeter hohen Carbonfelgen erhältlich. Ein Schnäppchen ist die Neuheit allerdings nicht: 3200 Euro verlangt die Eigenmarke von Wilier für den Satz.
Für das neue Vorzeigeprodukt betrieben die Italiener einen immensen Aufwand. Laut eigener Aussage verbrachten die Ingenieure allein 24 Stunden im Windkanal, um den Deva RD auf ein neues aerodynamisches Niveau zu heben. Unter anderem buchten sich die Italiener im GST-Windkanal in Immenstaad ein, den auch TOUR für Messungen von Kompletträdern und Laufrädern nutzt. Das Ergebnis: Vor allem bei hoher Geschwindigkeit soll der Deva RD etwas besser abschneiden, etwas mehr als zwei Watt spare der neue Laufradsatz bei 60 km/h gegenüber dem Kleos RD. Bei langsamerer Fahrt nähern sich die beiden Modelle an. Für 50 km/h nennt Miche einen Unterschied von 1,2 Watt, bei 40 km/h sollen es nur noch 0,7 Watt sein. Für die Messungen wurde das vordere Laufrad separat betrachtet. Totale Zahlen teilten die Italiener nicht mit.
Für das Gewichtstuning speicht Miche die Laufräder erstmals mit Carbon-Messerspeichen von Vonoa ein und setzt auf ein neues Design: Statt 24 sollen 21 Speichen für die nötige Stabilität und Steifigkeit sorgen. Außerdem kommen Nippel aus Titan zum Einsatz, wodurch sich gegenüber Versionen aus Stahl rund 20 Gramm pro Laufradsatz einsparen lassen sollen. Die Hakenfelge basiert auf verschiedenen Carbonqualitäten (T700, T800, T1000). Insgesamt bringe der leichteste Satz mit einer Felgenhöhe von 52 Millimetern etwas mehr als 1300 Gramm auf die Waage.
Während das Groupama-Team ab sofort auf die neuen Laufräder zurückgreifen kann und diesen bei der Tour Down Under (20. bis 25. Januar) zur Rennpremiere verhelfen wird, müssen sich Hobbysportler noch etwas gedulden. Wie Miche mitteilt, sind beide Versionen des Deva RD ab März für je 3500 Euro erhältlich.