Neben den kurzen Kurbeln und dem überarbeitetem Charger präsentiert SRAM außerdem neue Bremsanlagen für Zeitfahr- und Triathlon-Maschinen sowie ein UDH-Schaltauge in neuer Farbgebung. Wie die US-Amerikaner mitteilen, sind die Komponenten ab Februar im Handel erhältlich. TOUR gibt eine Übersicht über die neuen Teile.
Mit 150 und 155 Millimetern führt SRAM zwei neue Kurbellängen aus Carbon ein. Bislang umfasste das Sortiment Garnituren zwischen 160 und 175 Millimetern. Die US-Marke will damit dem Trend nach kürzeren Kurbeln Rechnung tragen. Ganz allgemein kann man festhalten, dass kürzere Kurbeln die Treteffizienz und Aerodynamik verbessern können - einen ausführlichen Report gibt’s hier. 150-Millimeter-Arme an einem Rennrad waren bereits vor einem Jahr ein (Aufreger-)Thema, als Jonas Vingegaard (Visma | Lease a Bike) die damals noch unveröffentlichte Garnitur im Rennbetrieb bei der Algarve-Rundfahrt testete. SRAM bietet die neuen Kurbellängen als Red-Variante für Straße (DUB) und Gravel (XPLR DUB Wide) an. Die Garnituren können jedoch auch mit den günstigeren AXS-Antrieben Force und Rival kombiniert werden. Das Set kostet 450 Euro, Tretlager und Kettenblätter zählen nicht zum Lieferumfang.
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Seit mehr als einem Jahr müssen in der Europäischen Union viele elektronische Geräte einen einheitlichen USB-C-Anschluss haben. Die Verordnung soll den Kabelsalat reduzieren und Elektroschrott verringern. Nun präsentiert SRAM erstmals ein USB-C-fähiges Ladegerät, dass die Mini-Akkus der Funk-Komponenten mit Strom versorgt. Laut Herstellerangabe soll eine Batterie innerhalb einer Stunde vollständig geladen werden können. “Um Müll zu vermeiden”, so die offizielle Aussage des US-Herstellers, wird das Ladegerät künftig aber ohne Ladekabel angeboten. Einen Preis teilte SRAM nicht mit, das “kleine Schwarze” zählt beim Kauf eines Komplettrads mit AXS-Antrieb üblicherweise zum Lieferumfang. Die Variante mit USB-Micro-Anschluss und Ladekabel kostet 52 Euro (UVP).
An Triathleten und Zeitfahrer adressiert SRAM die neuen Aero-Bremsanlagen. Der Komponentenspezialist verspricht für alle Qualitätsstufen (Red, Force, Rival) ein Plus an Bremskraft bei gleichzeitig geringerer Handkraft. Die Bremshebel sind dabei aus Carbon gefertigt, durch eine Struktur soll sie sich besser greifen lassen. An allen drei Modellen lässt sich die Griffweite einstellen. Die sogenannte Bleeding-Edge-Technologie für ein unkompliziertes Entlüften ist laut Herstellerangabe der Red und Force vorbehalten. Die Aero-Hebel kosten zwischen 230 und 322 Euro.
Last but not least betreibt SRAM auch noch etwas Kosmetik und bietet fortan ein UDH-Schaltauge mit silber-grauem Bolzen und Beilagscheibe an. Insgesamt erleichtert der Universal Derailleur Hanger (UDH) eine die Einstellung des Schaltwerks und ist bei Stürzen weniger anfällig. Das Schaltauge ist inzwischen mit vielen modernen Gravelbikes kompatibel, auch im Straßenrad-Bereich greifen viele Hersteller den Standard inzwischen auf. Einen Preis für die neue Farbvariante des UDH teilte SRAM nicht mit.