Shimano Dura-Ace Di2Foto: Andrew McGovern

KomplettgruppenShimano Dura-Ace Di2

Unbekannt

 10/30/2008, Lesezeit: 2 Minuten

Shimanos Elektro-Schaltung Dura-Ace Di2 läutet eine Zeitenwende ein. Elektronik und Software sollen zukünftig bei der Rennradtechnik eine wichtige Rolle spielen. Auf der Formel-1-Rennstrecke von Suzuka in Japan konnten wir erste Fahreindrücke sammeln.

Es herrscht Michael-Schumacher-Wetter in Suzuka. In Bächen fließt das Wasser über die Rennstrecke, auf welcher der Kerpener mit sechs Erfolgen Rekordsieger in der Formel-1 ist. Besser könnte das Wetter gar nicht sein, um Shimanos Dura-Ace Di2 beim ersten Test gleich richtig auf den Zahn zu fühlen. Schließlich waren es unter anderem Dichtigkeitsprobleme, die der allerersten elektronischen Rennradschaltung von Mavic (1993 vorgestellt) den Garaus machten.

Raus geht es aus der Boxengasse, rauf auf die Strecke. Formel-1-Boliden haben im Rennen am Ende der abfallenden Startgeraden mehr als 300 Stundenkilometer drauf. Mit dem Rennrad kommt man wegen des sanften Gefälles kaum auf Tempo 60. Dann die erste Kurve, überhöht, großer Radius, leicht ansteigend. Dritter Gang für einen Rennwagen, Tempo 145. Am Rennrad mit Elektro-Schaltung ein leichter Tipp mit dem Zeigefinger auf die Schalttaste am Bremsgriff – und die Kette wandert zackig auf ein größeres Ritzel. Der erforderliche Hebelweg ist minimal, die Position der Schalter entspricht der Schaltlogik der mechanischen Shimano-Griffe. Dann steigt die Piste durch eine Kurvenkombination hindurch weiter an. Mit ein paar Tipps auf die vordere Schalttaste wandert die Kette weiter nach innen – geschmeidig, schnell, präzise, wobei der Motor vernehmlich surrt.

KURZ & KNAPP

Die Dura-Ace Di2 ist die erste vollständige elektronische Schaltgruppe fürs Rennrad. Schaltung, Umwerfer und Schaltbremsgriffe ergänzen die mechanische Dura- Ace 7900, die wahlweise als elektronische oder mechanische Gruppe erhältlich sein wird. Bei der ersten Testfahrt erwies sich die Di2 als äußerst präzise und wasserdicht. Der Umwerfer schaltet mit bisher nicht gekannter Präzision. Die Griffe erfordern allerdings Eingewöhnung. Anfangs verwechselt man die Schalttasten leicht.

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