Einzeltest: SRAM Zahnkranz-Kassette

KomplettgruppenEinzeltest: SRAM Zahnkranz-Kassette

Unbekannt

 5/27/2008, Lesezeit: 2 Minuten

Ein neues Zehnfach-Ritzelpaket von SRAM mit 11 bis 28 Zähnen bietet eine Übersetzungsbandbreite, wie es sie für Shimano-kompatible Rennradnaben bisher nicht gab.

Ein neues Zehnfach-Ritzelpaket von SRAM mit 11 bis 28 Zähnen bietet eine Übersetzungsbandbreite, wie es sie für Shimano-kompatible Rennradnaben bisher nicht gab. Zielgruppe der Kassette sind vor allem Fahrer von Kompaktkurbeln mit der Kettenblattkombination 50/34 Zähne. Sie können mit dem Elfer-Ritzel bergab länger mittreten und haben bergauf etwas mehr Luft als mit der am ehesten vergleichbaren Shimano-Kassette mit 12 bis 27 Zähnen. Nachteil: Die Sprünge zwischen den leichten Gängen sind relativ groß. Das Schaltverhalten der Kassette ist dank der SRAM-eigenen OpenGlide-Technologie, bei der einzelne Zähne ausgelassen werden, um der Kette das Klettern zu erleichtern, recht gut. An das Hyperglide-Ritzel von Shimano kommt es allerdings nicht ganz heran. Wichtig für Shimano-Fahrer: Eine Montage der Kassette erfolgt auf eigene Gefahr; laut Katalog sind Rennrad-Schaltwerke der Japaner nur für Ritzel mit maximal 27 Zähnen zugelassen; außerdem reicht ihre Gesamtkapazität offiziell nicht aus, um die Kassette mit einer Kompaktkurbel mit 16 Zähnen Differenz zwischen großem und kleinem Kettenblatt zu kombinieren.

In der Praxis funktioniert die “illegale” Verbindung dennoch meist problemlos, so auch an zwei von uns gefahrenen Rädern. Das 240 Gramm leichte Ritzelpaket findet sich im SRAM-Katalog unter der Typenbezeichnung “OG-1070, 11-28, 10 speed”.

PLUS: breites Übersetzungsspektrum

MINUS: relativ große Sprünge zwischen den Gängen

Bezug/Info: Hartje, Telefon 04251/81159 Sportimport, Telefon 04405/92800 www.sram.com

Preis: 89 Euro

Foto: Daniel Simon