EinzeltestBremse THM Fibula

Unbekannt

 · 18.11.2010

Einzeltest: Bremse THM Fibula

4000 km im Einsatz: Soll der Renner richtig leicht werden, muss jedes Teil den Gramm-Check auf der Waage bestehen – auch die Bremsen, wobei man bei dem überlebenswichtigen Bauteil keine Kompromisse hinsichtlich der Funktion eingehen will. Die als Paar 179 Gramm leichte Bremse namens ”Fibula” (lateinisch für eine Art Spange) des deutschen Herstellers THM hat das Zeug dazu, dauerhaft das Vertrauen des sowohl tuningbegeisterten wie sicherheitsbewussten Fahrers zu gewinnen.

Die aus Carbon, Alu und Titan sauber gefertigten Stopper funktionieren nach dem Eingelenkprinzip, wobei die Vorderradbremse zusätzlich eine Hebelkinematik aufweist, um die Bremskraft zu erhöhen. Das ist auch dringend nötig, denn die Bremskraft der Eingelenkversion reicht nur am Hinterrad. Schlaumeier, die nochmals zehn Gramm durch die Montage zweier Vorderradbremsen sparen wollen, bekommen ihr Rad kaum noch zum Stehen. Einen ähnlichen Effekt erlebt, wer die Fibula mit Shimanos Bremshebeln der aktuellen Generation (“Di2”, “Dura-Ace” und “Ultegra”) kombiniert. Durch deren geänderte Übersetzungsverhältnisse streicheln die Bremsen die Felgen nur, anstatt kräftig zuzupacken. In den Vorzug, ohne Reue knapp hundert Gramm gegenüber Serienbremsen zu sparen, kommen daher nur Fahrer aktueller Gruppen von Campagnolo und SRAM. Der Preis für die High-End-Diät ist gesalzen, die Bremsleistung der Fibula anderen Tuningbremsen jedoch deutlich überlegen.

PLUS: sauber verarbeitet

MINUS:hinten geringe Bremsleistung; nicht mit aktuellen Shimano-Hebeln kompatibel; teuer

Preis: 958 Euro ohne Bremsbeläge

Gewicht: 179 Gramm (Paar inkl. Bremsbeläge)

Bezug/Info: THM, www.thm-carbones.de

Foto: Dirk Zedler