Rollentrainer oder Ergometer?Foto: Daniel Kraus

Gesundheit Rollentrainer oder Ergometer?

Unbekannt

 12/15/2011, Lesezeit: 2 Minuten

Was sind die Vor- und Nachteile von Rollentrainern und Ergometern? Was ist die bessere Alternative fürs Wintertraining. Unser Experte gibt Antwort.

Frage von Gunter C.: Ich bin Hobbyfahrer seit mehr als 20 Jahren und möchte diesen Winter etwas intensiver trainieren. Indoortraining soll meine Form ins nächste Frühjahr retten. Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich in einen Rollentrainer oder ein Ergometer investieren soll. Was sind jeweils die Vor- und Nach teile fürs Rennradfahren?

Antwort von Dr. Stapelfeldt: Beides ermöglicht sowohl Grundlagenausdauertraining als auch intensiveres Training. Vorteil einer Rolle, die es in den unterschiedlichsten Varianten von einfach gebremst bis zu elektronisch animiert gibt, ist die Verwendung des eigenen Rades mit der gewohnten und passenden Sitzposition. Die Belastung steuert man sowohl über die integrierte Bremse der Rolle als auch über die Gangwahl am Rad.

Ein Heimtrainer dagegen bietet den kompletten Aufbau, um sich unabhängig vom eigenen Rad belasten zu können. Sein Vorteil ist, dass man verschiedene Positionen einstellen kann – nützlich vor allem, wenn mehrere Personen das Gerät verwenden. Meist sind die Heimtrainer jedoch auf den Gesundheitsmarkt zugeschnitten und lassen keine sportliche Sitzposition zu. Zudem sind sie teurer als eine Rolle.

Für den sportlich orientierten Freizeitfahrer würde ich eine Rolle favorisieren, auf der man mit einer Mischung aus Grundlagenausdauer und Intervalltraining seine Form gut über den Winter bringen kann. Wie die Mischung genau aussieht, hängt auch davon ab, wie gut Ihr Sitzfleisch ist – mehr als zwei Stunden „auf der Stelle treten“ liegt nicht jedem. Dann sollte man mit G2-Einheiten oder Intervalltraining gezielt intensivere Reize setzen, um dann im Frühjahr wieder ins Grundlagentraining einzusteigen.

  Dr . Björn Stapelfeldt leitet das Radlabor Freiburg, wo er und sein Team Radsportler zu den Themen Biomechanik, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung beraten.Foto: privat
Dr . Björn Stapelfeldt leitet das Radlabor Freiburg, wo er und sein Team Radsportler zu den Themen Biomechanik, Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung beraten.

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