Beim Blutspenden werden dem Spender jeweils 500 Milliliter Vollblut entnommen. Bei einer Gesamtblutmenge von etwa fünf bis sechs Litern entspricht das zehn Prozent, die im Alltagsleben keine nennenswerten Auswirkungen haben. Anders im Sport: Durch den Blutverlust gehen rote Blutkörperchen, die den Sauerstofftransport von der Lunge zur Muskulatur übernehmen, verloren. Zusätzlich sinkt auch das Plasmavolumen, so dass insgesamt ein leichter Blutvolumenmangel eintritt, der durch eine Erhöhung der Pulsfrequenz und damit der Umlaufgeschwindigkeit des Blutes ausgeglichen wird. Der Mangel an Volumen wird innerhalb einiger Tage vom Körper ausgeglichen, der Ersatz der verloren gegangenen Blutkörperchen kann jedoch bis zu hundert Tage dauern. In dieser Zeit ist die maximale Leistungfähigkeit aufgrund der ungünstigeren Sauerstoffversorgung eingeschränkt, vergleichbar mit einem Training unter Höhenbedingungen.
Eine Trainingspause nach der Blutspende ist bei Wohlbefinden nicht erforderlich, die volle Leistungsfähigkeit stellt sich nach zwei bis drei Monaten wieder ein. Mein persönlicher Rat für Sie: In Ihrem Alter und bei Ihrem Trainingsumfang sollten Sie das Blutspenden auf zweimal pro Jahr beschränken, die Spendetermine auf Spätherbst und Winter legen, da Sie in dieser Zeit wohl den Trainingsumfang im Vergleich zum Sommer reduzieren. Zwei bis drei Tage Trainingspause sind in höherem Alter ebenfalls angezeigt.