Jugend-TrainingFoto: Hymendahl

Gesundheit Jugend-Training

Unbekannt

 12/14/2006, Lesezeit: 2 Minuten

Ich bin 15 Jahre alt und fahre seit etwa zwei Jahren Rennrad. Ich würde gerne wissen, was ich als Jugendlicher beim Radtraining besonders beachten muss und welche Ausgleichssportarten sich am besten für das Wintertraining eignen.

Da man sich im Radsport frühestens mit 17 bis 19 Jahren auf Straße, Bahn oder Gelände spezialisieren sollte, liegt der Trainingsschwerpunkt für Jüngere auf einer langsamen Ausbildung der grundlegenden motorischen und konditionellen Fähigkeiten. Im Gegensatz zu der früher weit verbreiteten Annahme, das Kinderherz könne nicht mit der Belastungssteigerung mitwachsen, weiß man heute, dass sich Herz und Kreislauf in allen Entwicklungsstadien des Kindes und des Jugendlichen gut trainieren lassen.

Im Vergleich zu Junioren und Erwachsenen sind Jugendliche hingegen anfälliger für Überlastungsschäden. Einerseits reagiert wachsendes Gewebe auf Belastungen empfindlicher, andererseits können Wachstumsschübe dazu führen, dass die Beweglichkeit vorübergehend eingeschränkt ist und das Muskelgleichgewicht gestört wird.
In dieser Phase können hohe Belastungsumfänge und -intensitäten Schäden verursachen. Besonders kritische Regionen beim Radfahren sind die Kniegelenke sowie die Wirbelsäule – mögliche Schäden: Rundrücken, Hyperlordose (Krümmung der Nackenwirbel), Kyphose (Krümmung der Brustwirbel).

Kinder und Jugendliche in der Pubertät sollten Krafttraining nur als Schnellkraft- oder Kraftausdauertraining ausüben. Besonders sollte man bei Jugendlichen darauf achten, dass sie die Sitzposition öfter wechseln, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Für das Wintertraining empfehle ich, viele verschiedene Sportarten auszuüben, die den Körper ganzheitlich fordern. Dazu gehört Laufen, Skilanglauf, Leichtathletik und Schwimmen. Sehr gute Fitnessstudios bieten auch spezielle Trainingsprogramme für Nachwuchssportler an, die auf die besonderen Anforderungen der Jugendlichen zugeschnitten sind.