Antwort von Dr. Merkl:
Beta-Blocker hemmen anregende chemische Botenstoffe des vegetativen Nervensystems und reduzieren so die Leistungsfähigkeit des Herzens. Seine Frequenz wird um 20 bis 30 Schläge pro Minute gesenkt. Dadurch sinkt auch der Blutdruck. Gleichzeitig können Beta-Blocker die sportliche Leistungsfähigkeit einschränken, dennoch ist auch unter Therapie mit dieser Wirkstoffgruppe ein Trainingseffekt nachzuweisen. Während des Radsports steigt kurzfristig der Blutdruck an, langfristig wirkt sich Ausdauersport jedoch positiv auf den Blutdruck aus (siehe auch Antwort zur Frage "Bluthochdruck"). Das Training sollte ärztlich betreut und die anaerobe Schwelle unter Einnahme des Medikaments neu festgelegt werden. Neben der Auswirkung auf die Leistung des Herzmuskels werden durch Beta-Blocker auch Stoffwechselfunktionen vermindert. Geeigneter als Beta-Blocker sind daher für Sport treibende Patienten unter Umständen andere blutdrucksenkende Medikamente wie Calciumantagonisten, ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorantagonisten. Dies ist im Einzelfall zu klären.